ART AND TASTE

Aktuelle Ausgabe

Erich Mendelsohn, Einsteinturm (Potsdam), 1919 - 1922, Modell, geplottet, Foto und © Bernhard Friese
Erich Mendelsohn, Einsteinturm (Potsdam), 1919 - 1922, Modell, geplottet, Foto und © Bernhard Friese

Donnerstag, 08.09.2016, 19 Uhr
(Digitales) Handwerk !?
Eine Kooperation des mpk mit der TU Kaiserslautern, Prof. Dirk Bayer/Prof. Andreas Kretzer/Dr. des. Svenja Kriebel M.A.

Kann man Häuser plotten? Wie verändern sich durch neue Produktionsweisen unser Verständnis und der Ausdruck dessen, was wir entwerfen und schließlich umsetzen? Diesen Fragen gehen in einem Impulsvortrag Dirk Bayer und Andreas Kretzer, beide Professoren der architektonischen Fakultät der TU Kaiserslautern, nach. Sie zeigen anhand von Modellen Visionen zukünftigen Gestaltens und Bauens und haben einen funktionstüchtigen Plotter im Gepäck.

Wie immer bietet Art and Taste Gelegenheit, die vorgestellten Techniken eigenhändig auszuprobieren und in geselliger Runde bei Pfälzer Wein und Käse weiter zu diskutieren.


Eintritt: 9 Euro (Schüler 4 Euro); verbindliche Anmeldung bis zum Montag, 04.09.2016 telefonisch unter: 0631 3647-201 oder per Mail: info@mpk.bv.pfalz.de
 

Vergangene Ausgaben

Glühendes Gold während des Granulierens, Foto und © A. Kusch, mpk
Glühendes Gold während des Granulierens, Foto und © A. Kusch, mpk

Donnerstag, 30.06.2016, 19 Uhr
„schmuck" mit Licht und Schatten, Teil II
Granulation - mit Feuerkraft einem Goldgeheimnis auf der Spur

Eine Kooperation mit der Goldschmiedeabteilung der Meisterschule für Handwerker, Harald Schneider/ Svenja Kriebel

Dass Goldschmiede auch zu den Alchimisten gehören, wird an diesem Abend mit heißer Flamme anschaulich vorgeführt. Mit der zweiten Ausgabe von „Schmuck mit Licht und Schatten“ zeigen SchülerInnen des 2. Lehrjahres der Goldschmiedeklasse, was es braucht, wenn kleinste Kügelchen aus Gold allein an ihren jeweiligen Berührungspunkten miteinander verbunden und auf dem Schmuck befestigt werden sollen. Denn nur dann können Licht und Schatten die Kleinstkörper umspielen und meisterhafte Effekte zaubern. Dabei haben die Kugeln einen Durchschnitt von weniger als einen Millimeter. Neben alchimistischem Wissen, sind eine ruhige Hand, Geduld und das richtige Gefühl für die einzusetzende Temperatur notwendig, wenn nicht alles zu einem einzigen Klumpen verschmelzen soll. Kein Wunder also, dass diese Technik über mehrere Jahrhunderte kaum eingesetzt wurde. Damit alle Teilnehmenden diese feinste Mikroarbeit nachverfolgen können, werden die einzelnen Schritte live von einer Kamera auf eine große Leinwand übertragen. Was mit dieser Technik alles möglich ist, zeigt ein historischer Vorspann, der Schmuckstücke von der Antike bis zur Gegenwart vorstellt. Vor allem aber die gleichfalls präsentierten Arbeiten der SchülerInnen und LehrerInnen der MHK von einst und heute.

Wie immer kann im Anschluss bei „güldenem“ Speis und Trank, das Erlebte vertieft werden.

Eine Kooperation des mpk mit der Goldschmiedeabteilung der Meisterschule für Handwerker, Kaiserslautern.
Eintritt: 9 Euro (Schüler 5 Euro); verbindliche Anmeldung bis zum Montag, 27.06.2016 telefonisch unter: 0631 3647-201 oder per Mail: info@mpk.bv.pfalz.de
 

Erwin W. Huppert, Armreif, Detail, 900er Gold, Goldgranulation, Turmalin, Rubin, Foto: A. Kusch, mpk
Erwin W. Huppert, Armreif, Detail, 900er Gold, Goldgranulation, Turmalin, Rubin, Foto: A. Kusch, mpk

MHK und mpk suchen Schmuck aus und in der Pfalz
Eine Gelegenheit eigenen Schmuck aus Expertenhand begutachten zu lassen

Wer besitzt, was schon die Etrusker schätzten? Diese Frage stellen die Berufsfachschule Goldschmiede (Meisterschule für Handwerker/MHK) und das Museum Pfalzgalerie den Bürgerinnen und Bürgern und laden an drei Nachmittagen dazu ein, eigene Schmuckstücke fachmännisch untersuchen zu lassen. Dieses Angebot gilt allerdings nur für jene Preziosen, die in einer besonders aufwendigen Goldschmiedetechnik hergestellt wurden: der Granulation. Dabei werden Goldkügelchen mit einem Durchmesser von weniger als einem Millimeter zu einem feinen Ornament zusammengelegt und auf dem Schmuck befestigt. Ein besonderes Spiel von Licht und Schatten entsteht, das zugleich für eine faszinierend plastische Wirkung sorgt.

Und was haben die Etrusker damit zu tun? Im 7. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung entwickelten sie hierin eine bis heute unerreichte Meisterschaft. Ihre Stücke zeigen Handwerkskunst auf höchstem Niveau, die auch heute, selbst mit Hightech, nur schwer zu erlangen ist. Kein Wunder also, dass über mehrere Jahrhunderte die Technik, mit der man die filigranen Ornamente und Bildwerke auf den Schmuckstücken anbrachte, verloren war. Allein das Wissen darum reicht jedoch nicht, zusätzlich braucht es eine ruhige Hand, viel Geduld bei der Herstellung der kleinen Kügelchen und ein Gefühl für die exakte Hitze bei glühenden Oberflächen. Die faszinierende antike Technik, einschließlich ihrer historischen Entwicklung, wird am 30. Juni live bei ART AND TASTE vorgeführt und vorgestellt, Karten können jetzt schon reserviert werden.

Zuvor bietet sich eine gute Gelegenheit mehr über die eigenen Schmuckstücke, die in dieser traditionellen Technik gefertigt sind, zu erfahren. Am 04. und 11. sowie am 18. Mai werden im mpk, nach vorheriger telefonischer Anmeldung, in der Zeit von 14 – 16 Uhr Termine vergeben. Ringe, Broschen oder Ohrgehänge werden von Goldschmiedemeister der MHK Harald Schneider fachkundig untersucht. Gemeinsam mit der Leiterin der kunsthandwerklichen Sammlung des mpk, Svenja Kriebel, werden weiterführende Informationen gegeben sowie ein Schmuckpass zum Lieblingsstück ausgestellt.

Besonders schöne Stücke haben darüber hinaus die Möglichkeit in einer Ausstellung des Museums vorgestellt zu werden. Begleitend zu Art and Taste wird diese sowohl Informationen über die Technik des Granulierens bereit halten als auch Arbeiten der Goldschmiedeschüler von einst und jetzt sowie ihrer Lehrer vorstellen. Und wer weiß, vielleicht ist auch ein Familienstück aus Kaiserslautern dabei?

Kostenfreie Termine zur Begutachtung granulierter Schmuckstücke:

Jeweils Mittwoch, 04., 11. sowie 18. Mai, Terminvergabe nur nach telefonischer Anmeldung unter 0631 36 47 201. Hier können auch Karten für ART AND TASTE am 30. Juni reserviert werden.

 

 

Leuchtring, Entwurf der Goldschmiedeabteilung der Meisterschule für Handwerker, Kaiserslautern, Foto und © MHK
Leuchtring, Entwurf der Goldschmiedeabteilung der Meisterschule für Handwerker, Kaiserslautern, Foto und © MHK

Donnerstag, 25.02.2016, 19 Uhr
„schmuck" mit Licht und Schatten, Teil I
Harald Schneider, Andrea Prinz (MHK) und Schüler der Berufsfachschule Goldschmiede, 2. Lehrjahr, Meisterschule für Handwerker sowie Dr. des. Svenja Kriebel M.A. (mpk)

Es funkelt, kostbar glänzt das Material: wer kennt sie nicht, die betörende Wirkung feinen Schmucks. Wie das Licht auf der Oberfläche tanzt, an welchen Stellen gekonnt Schatten entstehen, ist das Resultat wohlüberlegt eingesetzter Technik. Schüler der Goldschmiedeklasse laden bei ART AND TASTE ein, die Kniffe ihres Handwerks kennenzulernen.

Schmuck für die Dunkelheit lautet das Thema am 25.02.2016. Dieser verlangt nicht allein einen innovativen Umgang mit Licht, sondern auch pfiffige Lösungen, so z.B. das Anbringen von Licht- und Energiequellen. Wer mag, kann sich schon die Juni-Ausgabe unserer Reihe vormerken. Am 30.06.2016 widmen wir uns einer antiken Technik: der Granulation. Kleinste Goldkügelchen werden zu Ornamenten zusammengelegt und erzeugen über Licht und Schatten faszinierend feine plastische Wirkungen. Alle Techniken werden bei ART AND TASTE in der Anwendung demonstriert und selbstverständlich streift das Licht auch ein kleines Buffet.

Eine Kooperation des mpk mit der Goldschmiedeabteilung der Meisterschule für Handwerker, Kaiserslautern.
Eintritt: 9 Euro (Schüler 5 Euro); verbindliche Anmeldung bis zum Montag, 22.02.2016 telefonisch unter: 0631 3647-201 oder per Mail: info@mpk.bv.pfalz.de
 

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