ART AFTER WORK

An (fast) jedem erstem Dienstag im Monat, um 19 Uhr, laden wir Sie zu unserer Reihe ART AFTER WORK ins mpk ein.

Genießen Sie unterhaltsame Führungen zu herausragenden künstlerischen Positionen mit anschließendem Sekt bei einer wunderbaren Aussicht auf die Stadt und kommen Sie dabei in Austausch mit unseren Kunstexperten und mit den anderen Besuchern ins Gespräch. Eine schöne Gelegenheit, sein Wissen zu erweitern und neue Bekanntschaften zu knüpfen und ein feiner Rahmen für ein Treffen mit Freunden oder Kollegen

Eintritt, Führung, anschließender Talk an der Sektbar (inkl. ein Glas Sekt): 7,50 Euro. Um verbindliche Anmeldung wird bis zum jeweiligen Montag zuvor unter 0631 3647-201 oder info@mpk.bv-pfalz.de gebeten. Mindestteilnehmerzahl 5.

SOMMERPAUSE von Juni-September


Vergangene Ausgaben

Abb.: Nobuyuki Tanaka, Nobuyuki Tanaka, Flowing Water, Feeling Water No. 4, 2017, Lack auf Hanf, 200 × 65 × 33 cm, Foto: Tadasu Yamamoto, © Nobuyuki Tanaka
Abb.: Nobuyuki Tanaka, Nobuyuki Tanaka, Flowing Water, Feeling Water No. 4, 2017, Lack auf Hanf, 200 × 65 × 33 cm, Foto: Tadasu Yamamoto, © Nobuyuki Tanaka

Dienstag, 04.12.2018, 19 Uhr
„Fließender Glanz - Die Lackskulpturen von Nobuyuki Tanaka"
Dr. Svenja Kriebel M.A.

Fließender Glanz, man denkt an Wasser, an weichen Samt oder auch an Weihnachten. Jede Assoziation mit diesen Worten beschreibt die Werke des Japaners Nobuyuki Tanaka, deren Erleben Staunen lässt. Die Begegnung mit den dunklen, überlebensgroßen Lackgestalten ist eindringlich: Ihre Oberflächen sind weich geschwungen und reflektieren, je nach Beleuchtung, auf unterschiedliche Weise das Licht, den Umraum. Die Spiegeleffekte auf dunklem Grund irritieren das Auge und mit jedem noch so kleinen Schritt zur Seite wechseln die Eindrücke.

Trotz ihrer Größe scheinen sie schwerelos. Sie haben eine scharfe Kontur und ändern dennoch ihren Umriss, ihr Volumen mit jeder neuen Perspektive. Und was hat Weihnachten damit zu tun? Nun, Japan mit einer christlichen Tradition in Verbindung zu bringen, ist mehr als gewagt. Doch wurde die Lacktechnik im asiatischem Raum schon früh im sakralen Kontext eingesetzt, und so mag die Assoziation an Weihnachten angesichts der spirituellen Ausstrahlung von Formgebung und Jahrhunderte altem Lackkunsthandwerk ein solch westlich geprägtes Erleben erklären. Tanakas erklärter Wunsch ist es, Menschen über Grenzen hinweg zu inspirieren. Die Begegnung mit seinen Skulpturen ist ambivalent, vielfältig. Worauf sie jeweils beruhen kann, erläutert Dr. Svenja Kriebel bei ART AFTER WORK. Alle Teilnehmer*innen sind eingeladen, gerne bei einem Glas Sekt, darüber in die Diskussion einzusteigen.

Verbindliche Anmeldung bitte bis Mo., 03.12.2018, Mindestteilnehmerzahl: 5 Personen, Führung und ein Glas Sekt: 7,50€

 

Rozbeh Asmani, Shirin, 2009, Schokolade, 4-C-Druck auf Aluminium, 17 x 9 x 4 cm, Auflage 200. Courtesy of the artist + Galerie Werner Klein, Köln
Rozbeh Asmani, Shirin, 2009, Schokolade, 4-C-Druck auf Aluminium, 17 x 9 x 4 cm, Auflage 200. Courtesy of the artist + Galerie Werner Klein, Köln

Dienstag, 06.11.2018, 19 Uhr
„Rozbeh Asmani - Farbmarken"
Gespräch in der Ausstellung „Wem gehört die Farbe?"
Jessica Neugebauer M.A.

In seinen abstrakten Tafeln zeigt uns Rozbeh Asmani die Farben, die für industrielle Großfirmen geschützt sind. Erstmals in Berührung mit dem Farbmarkenschutzgesetz kam der Künstler 2009. Für seine Abschlussarbeit an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig entwarf er eine im lilafarbigen Tschador „verhüllte" Schokoladenfigur, die in der Ausstellung zu sehen ist. Da aber ausschließlich der Konzern Kraft Foods Schweiz Holding für die Schokoladenware Milka das Privileg hat seine Produkte mit einer lilafarbenen Verpackung zu gestalten, musste der Entwurf farblich modifiziert werden. Asmani sah seine künstlerische Freiheit beschnitten. Deshalb wollte er mehr über Farbmarken erfahren. Seine Ergebnisse sowie weitere Facetten der Kunstwerke werden Themen an diesem Abend sein. Im Anschluss bei einem Glas Sekt kann über die gesehen Werke in der Runde weiter diskutiert werden.

Verbindliche Anmeldung bitte bis Mo., 05.11.2018, Mindestteilnehmerzahl: 5 Personen, Führung und ein Glas Sekt: 7,50€

 

Heike Negenborn, Net-Scape 2 - Landschaft im Wandel, 2015/2018, Acryl und Mischtechnik auf Leinwand, 130 x 155 x 4 cm. Foto und © Heike Negenborn
Heike Negenborn, Net-Scape 2 - Landschaft im Wandel, 2015/2018, Acryl und Mischtechnik auf Leinwand, 130 x 155 x 4 cm. Foto und © Heike Negenborn

Dienstag, 09.10.2018, 19 Uhr
„Ausgezeichnete Pfälzer Künstler"
Gespräch in der Ausstellung „Pfalzpreis"
Sabrina Wilkin M.A.

190 Bewerbungen, 21 Kandidaten und Kandidatinnen, 5 Nominierungen: Wer dieses Jahr den Pfalzpreis für Bildende Kunst in der Sparte Malerei erhält ist noch offen – wer wäre Ihr Favorit? Bei einem gemeinsamen Rundgang werfen wir einen Blick auf die vielseitigen Werke und Sie dürfen selbst in die Rolle der Jury schlüpfen. Sie sind herzlich aufgefordert, im Anschluss bei einem Glas Sekt eigene Nominierungen in der Runde zu diskutieren.

Verbindliche Anmeldung bitte bis Mo., 08.10.2018, Mindestteilnehmerzahl: 5 Personen, Führung und ein Glas Sekt: 7,50€.

 

Abb.: Abbas Kiarostami, Wall #2 (Fotografie aus der Serie The Walls), 2009/10, Foto: Courtesy Galerie de France, Paris © Nachlass Kiarostami
Abbas Kiarostami, Wall #2 (Fotografie aus der Serie The Walls), 2009/10, Foto: Courtesy Galerie de France, Paris © Nachlass Kiarostami

Dienstag, 04.09.2018,19 Uhr
„Stille und bewegte Bilder"
Gespräch in der Sonderausstellung „Abbas Kiarostami"
Dr. Svenja Kriebel M.A.

Er baut mit seinen Fotografien eine besondere Bühne für zunächst Unscheinbares wie Schatten blattloser Bäume auf menschenleeren Schneeflächen. Abbas Kiarostami kreiert in der radikalen Reduzierung gleichermaßen lyrische wie lakonische Werke, die in der Phantasie der Betrachter augenblicklich zahlreiche Geschichten anstoßen. In ihrer berührenden Schönheit vermittelt sich eine gewisse Stimmung, die uns gedankenvoll zurücklässt. Grundlage hierfür ist die enge Verbindung zur Tradition seiner persischen Heimat, die er in großartiger Weise mit westlicher Kunst verbindet.

So wird aus einer banalen Windschutzscheibe, alltägliches und noch dazu durchsichtiges Detail, ein kontemplativer, malerischer „Anlass zum Träumen". Mit welchen weiteren, raffinierten Mitteln er seine oftmals während langer Autofahrten gesuchten Motive in stille, bewegte Bilder variantenreich umsetzt, ist Thema der aktuellen Ausgabe von Art after Work.

Verbindliche Anmeldung bitte bis Mo., 03.09.2018, Mindestteilnehmerzahl: 5 Personen, Führung und ein Glas Sekt: 7,50€.

 

 

Max Slevogt, Madame d'Estampes mit ihrem Pagen, Illustration zu Benvenuto Cellini, 1914, Lithographie, mpk, Graphische Sammlung. Foto und © mpk

Dienstag, 08.05.2018, 19 Uhr
Max Slevogt – Bildschön!

Dr. Svenja Kriebel M.A.

Max Slevogt gehört zu den großen deutschen Impressionisten. Meisterhaft fängt er Licht und Atmosphäre in seinen Werken ein, getragen von einem sensiblen subjektiven Empfinden. Bildschön, so mag mancher Ausstellungsbesucher augenblicklich denken. Fantasiereich und mit beeindruckend leichtem Pinsel- oder Zeichenstrich gibt der gerne in die Pfalz eingemeindete Künstler den großen literarischen Stoffen, auch jenen der Musikliteratur eine bildliche Umsetzung.

Dabei schafft er es, den ohnehin schon facettenreichen Themen von Homers Ilias über Coopers Lederstrumpf bis hin zu Mozarts Don Giovanni weitere hinzuzufügen. Es ist ein Lustwandeln der Slevogt'schen Entwicklung zu folgen: Ausgehend von beeindruckenden Gemälden, die noch einen deutlichen akademischen Zug tragen zu immer ungestümer aufgetragener Farbe sowie humorvollen Graphiken auch des alltäglichen (Genuss-) Lebens.

Wie immer klingt unser Abend an der Bar bei einem Glas Sekt aus, an der gern weiter über den grandiosen Wahlpfälzer mit Dr. Svenja Kriebel diskutiert werden darf.


Verbindliche Anmeldung bitte bis Mo., 07.05.2018, Mindestteilnehmerzahl: 5 Personen, Führung und ein Glas Sekt: 7,50€.

 

Paul Martin, Billet-Doux, 1860. Foto und © mpk

Dienstag, 06.02.2018, 19 Uhr
Geheimnis – was bedeutet das?
Dr. Svenja Kriebel M.A.

Geheimnisse machen die Welt nicht allein süßer, namhafte Autoren behaupten gar, ohne sie gäbe es keine Erotik, keine Freundschaft, keine Kultur! Das Geheimnis ist Thema der nächsten Ausgabe von ART AFTER WORK: Verschlossene Truhen, Tagebücher oder kleine Kästchen wecken die Neugier und schützen zugleich den wertvollen Inhalt vor unerwünschtem Blick oder Zugriff. Allein diese Objekte zeigen: Das Geheimnis vermag zu verführen, die Vorstellungskraft zu aktivieren und eine ambivalente Haltung des Menschen zu wecken: Wir alle haben Geheimnisse, behalten sie (selten) für uns und sind erpicht darauf, die Geheimnisse anderer zu erfahren. Dabei gibt es viele Arten von Geheimnissen; Beicht-, Arzt- und Informantengeheimnis sind gar dem Zugriff des Staates entzogen. Doch was passiert, wenn wir unsere Geheimnisse zunehmend mit vielen in sozialen Netzwerken teilen, sie mittels unserer allgemeinen Technisierung durch eine größtmögliche Transparenz ersetzen? Diskutieren Sie mit, welche Bedeutung Sie Geheimnissen beimessen. Wie immer klingt der Abend an der Bar bei einem Glas Sekt aus.

Um verbindliche Anmeldung bis Mo., 05.02.2018 wird gebeten, Mindestteilnehmerzahl: 5 Personen, Führung und ein Glas Sekt: 7,50 Euro

 

Carl Spitzweg, Zeitungsleser im Hausgärtchen, um 1845/48, Foto und © mpk

Dienstag, 05.12.2017, 19 Uhr
Privatsphäre ade!?
Dr. Svenja Kriebel M.A.

Kleine Verfehlungen – groß an den Pranger gestellt. Wer an bestimmten Orten in China bei Rot die Ampel quert, wird fotografiert und vergleichbar unserer vergangenen Schulpraxis des In-der-Ecke-Stehens getadelt und öffentlich auf einen großen Bildschirm übertragen. ART AFTER WORK macht an diesem Abend nachvollziehbar, wie viel feiner technologisch Daten meist unbemerkt von jedem von uns erfasst werden können: Tagtäglich werden schützenswerte Daten wie mentale Daten, also Einstellungen und Gefühle, Daten des privaten, häuslichen Lebens, Daten der Bewegung und des Konsums sowie Daten der Gesundheit und des Körpers aufgezeichnet, um sie jetzt oder auch zu einem späteren Zeitpunkt auszuwerten. Was aber, wenn man das, was sonst unbemerkt und damit unbewusst geschieht, bewusst erlebt? Wie denken wir dann über den Wert des Privaten?
In Zeiten der Satellitenphotographie ist Spitzwegs heimeliges, geradezu idyllisches Bild des Zurückgezogenseins eine Illusion. Längst kann aus dem All bis auf den Ring an der Hand alles detaillgenau aufgezeichnet werden, auch wer wann was tut. Zugleich geben wir freiwillig häufig viel von uns preis. Likes und Fotos im Netz durchlöchern das erkämpfte Recht auf Privatsphäre zunehmend. Diskutieren Sie mit Ausstellungskuratorin Dr. Svenja Kriebel an der Museumsbar über Chancen und Risiken einer zunehmend schwindenden Privatsphäre.

Anmeldung erforderlich bis Mo., 04.12.2017, Mindestteilnehmerzahl: 5 Personen, Führung und ein Glas Sekt: 7,50 Euro.

 

Charles Pollock, Chapala 5, 1956, Öl und Tempera auf Leinwand, 122 x 92,5 cm, Charles Pollock Archives, Paris, Courtesy american contemporary art GALLERY, München, Foto und © Charles Pollock Archives, Paris

Dienstag, 10.10.2017, 19 Uhr
Chapala, Rom, New York
Gespräch in der Ausstellung „Pollock der Ältere. Meister der Farbe"
Dr. Annette Reich

Charles Pollock lehrte seit 1941 als Professor an der Michigan State University unter anderem Kalligraphie. Fasziniert von der arabischen und indischen Kalligraphie, sind es vornehmlich Schriftzeichen, die seine Kunst Mitte der 1950er-Jahre kennzeichnen. Der sogenannten Chapala-Serie gehören Gemälde und Tuschezeichnungen an, die 1956 entstanden sind. Pollock hat sie in dem kleinen mexikanischen Dorf Ajijic in der Nähe des Chapala-Sees gefertigt. Als all-over konzipiert, sind die Leinwände in mehreren Schichten mit verschieden farbigen Zeichen bedeckt, die sich in abgewandelter Form wiederholen. Begeben Sie sich mit Kuratorin Dr. Annette Reich auf einen Rundgang durch die aktuelle Sonderausstellung des mpk und diskutieren Sie im Anschluss bei einem Glas Sekt über das vielfältige Schaffen des Künstlers Charles Pollock.

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