REALITY LOOKS BACK ON ME

Francis Zeischegg – 4/5

19. Mai 2010 - 20. Juni 2010

Kuratorin: Marion Thielebein

Francis Zeischegg beschäftigen Themen an der Schnittstelle von Kunst, Architektur und der Wahrnehmung von sozialen Räumen. Raum wird nicht allein als formale Konstante begriffen, sondern als dynamisches Ergebnis von gesellschaftlicher und individueller Praxis. Mit standortbezogenen Blickpunkten oder anderen Instrumenten und Strategien der Raumwahrnehmung sucht sie nach unterschiedlichen Perspektiven im Raum. Perspektive wird dabei nicht nur „optisch" als Bezugssystem des menschlichen Sehens in und zum Raum begriffen, sondern im übertragenen Sinn als permanente „Standortbestimmung" des Betrachtenden. In den vergangenen Jahren hat dies im Oeuvre der Künstlerin zu einer beträchtlichen Anzahl so genannter „fliegender" Bauten wie Kabinen, Kammern und Zelten geführt, aber auch zu einer Anzahl von Beobachtungsarchitekturen: Jägerhochsitzen oder einem Holzstapel zur Beobachtung von Wilderern, einem Wildgatter. Aufgestellt im Stadtraum oder in Kunstausstellung wirken sie irritierend. Darf oder muss der öffentliche Raum überwacht werden? Wer beobachtet wen? Einen Raum zum Ort werden zu lassen, heißt, eine Haltung zu finden, aus der heraus ich mich in ihm orientiere.

www.hackenschuh.com/portfolio/reality-looks-back-to-me

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