Aufbruch - Malerei und realer Raum

04. Februar 2012 - 23. April 2012

Im Jahr 1949 durchstieß der Italiener Lucio Fontana erstmals mit einem Locheisen die materielle Bildfläche; der Amerikaner Ellsworth Kelly schuf in Paris sein erstes rahmenloses Bildobjekt. François Morellet überzog ab 1952 in Frankreich weiß gestrichene einfache Bildtafeln mit repetitiven Strukturen. Seitdem öffneten immer mehr Künstler in Europa und Amerika die festen Grenzen der gerahmten Bildfläche und ersetzten den fiktiven Bildraum durch den Bezug zum realen Umraum.

Die Ausstellung „Aufbruch. Malerei und realer Raum“ gibt Einblick in variantenreiche künstlerische Ansätze, wobei der Fokus auf europäischen und nordamerikanischen Künstlerinnen und Künstlern liegt, die seit der Mitte des 20. Jahrhunderts die Geschlossenheit des Bildes mit den Mitteln der Malerei aufzubrechen begannen.

Dabei geht es weniger um Tendenzen der in mancherlei Hinsicht verwandten Objektkunst, sondern im Wesentlichen um malereispezifische Entwicklungen. An Werken von „Klassikern“, aber auch weniger bekannten und jüngeren Künstlern werden die optischen Kräfte und malerischen Energien vorgestellt, mit denen die Wahrnehmung des Betrachters über die Grenzen des traditionellen Tafelbildes hinausgeführt wird.

Kooperationspartner:
Situation Kunst (für Max Imdahl), Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum, Akademie der Künste Berlin, Museum im Kulturspeicher Würzburg, Kunsthalle Rostock

Publikation:
Ein Katalog zur Ausstellung ist an der Museumskasse erhältlich.

Zurück