Wenn Eisen errötet

Zur Restaurierung kunsthandwerklicher Eisenstücke

30. Oktober 2010 - 31. Januar 2011

Eröffnung: Freitag, 29. Oktober, 19 Uhr

Wenn Eisen errötet kann das zwei Gründe haben: Es wird zum Schmieden aufgeheizt, bis es hellrot glüht oder aber es weist eine erodierende dunkle braunrote Oberfläche auf, kurz gesagt: es rostet. Liegt Rost auf dem Eisen, so lässt er den Zauber filigran gearbeiteter Schlösser oder aufwendig geschmiedeter Oberlichtgitter nicht nur bis zur Unkenntlichkeit verblassen sondern er gefährdet auch langfristig deren Existenz.

Das Museum Pfalzgalerie hat jüngst einige kunsthandwerkliche Stücke aus Eisen restauriert. Die in neuem Glanz erstrahlenden Werke werden in der Ausstellung „Wenn Eisen errötet" vorgestellt. So sind Schlösser der Renaissance mit ihren zuvor kaum sichtbaren feinen Ziselierungen zu sehen. Schmiedeeiserne, farblich gefasste Grabkreuze zeigen wieder ihre ursprüngliche Ausdrucksstärke und belegen die handwerkliche Könnerschaft ihrer Schöpfer.

Vor allem aber bietet das Museum seinen Besuchern einen Blick hinter die Kulissen. Denn auch das, was sonst nicht zu sehen ist, kommt zur Anschauung − und damit die einzelnen Schritte der Restaurierung. Die mitunter langwierigen Prozesse des Reinigens, Ergänzens, Konservierens sieht man einem „auf Glanz polierten" Ausstellungsstück nicht mehr an. Steht jedoch ein ähnliches Exemplar noch völlig unbehandelt daneben, spricht der Kontrast Bände. Gemeinsam mit eindrücklichen Zustandsfotografien erzählt die Ausstellung von Metamorphosen zunächst unansehnlicher Gegenstände zu prachtvollen Werken einer Museumssammlung.

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