Auf den Punkt gebracht - 15 Minuten Kunst

Mittwoch, 16.10.2019, 12.30 Uhr

Abb.: Eva Jospin, Forêt Courbe 2, 2018, Karton, Holz, H 290 cm, Foto: Atelier Eva Jospin, Paris, © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Abb.: Eva Jospin, Forêt Courbe 2, 2018, Karton, Holz, H 290 cm, Foto: Atelier Eva Jospin, Paris, © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Auf den Punkt gebracht
„Wälder – nicht von Pappe…!?"
In der Sonderausstellung „Eva Jospin – Wald(t)räume“
Dr. Svenja Kriebel

Was nicht von Pappe ist, ist nicht zu unterschätzen. Und natürlich haben die Wälder Eva Jospins mit der ursprünglichen Bedeutung von „Papp“ als Brei nichts zu tun. Ihr Werkstoff, die Wellpappe, reflektiert das, woraus es zu weiten Teilen besteht: Holz, und noch ursprünglicher, Wald. Jospin bildet ihn nach, kleinteilig mit unzähligen Stämmen und Ästchen aufwendig aus dem einfachen Werkstoff geschnitten und zu großen Reliefs zusammengefügt. Ein gelungener Kniff ist die Verkehrung der Größen: auf der einen Seite entstehen eine Art Miniaturwälder, die trotzdem so groß sind, dass ein wirklicher Überblick nicht möglich ist. Nur die erste einer Reihe von Amivalenzen, die Jospin einsetzt, um über die Tiefe der Bedeutung des Waldes auch mehr über den Zustand des Menschen auszuloten.

Der Eintritt ist frei.

 



Vergangene Ausgaben

Mittwoch, 18.09.2019, 12.30 Uhr

Eva Jospin, Grotte 1, 2019, Karton, Holz, Messing, 63,5 x 68 x 40 cm, Courtesy Galerie Suzanne Tarasieve, Paris, Foto: Benoît Fougeirol, © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Eva Jospin, Grotte 1, 2019, Karton, Holz, Messing, 63,5 x 68 x 40 cm, Courtesy Galerie Suzanne Tarasieve, Paris, Foto: Benoît Fougeirol, © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Auf den Punkt gebracht
„Eva Jospin, Märchenhafte Grotten“
Jacqueline Rhein M.A.

Inspirieren lässt sich Eva Jospin unter anderem von klassischer Landschaftsmalerei und Land Art, zu der ebenso Gartenarchitektur zählt. Auch architektonische Elemente wie zum Beispiel Grotten als künstliche Felsenhöhlen in groß angelegten Landschaftsgärten finden ihr Interesse. Das Motiv der Grotte greift sie in ihren Tuschezeichnungen auf. Es findet zugleich Ausdruck in dreidimensionalen Modellen aus Karton, die Grottenarchitekturen im Außenraum vorbereiten. 2018 realisierte die Künstlerin
im Park von Schloss Chaumont an der Loire eine Grotte aus Beton und verschiedenen anderen Materialien, der sie den Titel „Folie“ gab. Damit bezieht sie sich auf den englischen Begriff „Folly“, der wörtlich übersetzt "Narretei" bedeutet und aus der Gartenkunst stammt.   

Der Eintritt ist frei.

 



Mittwoch, 21.08.2019, 12.30 Uhr

Hermann Scherer, Das kleine Mädchen, 1924/25, Foto: www.lumenphoto.de; © mpk
Hermann Scherer, Das kleine Mädchen, 1924/25, Foto: www.lumenphoto.de; © mpk

Auf den Punkt gebracht
Hermann Scherer, Das kleine Mädchen, 1924/25
Jacqueline Rhein M.A.

Mit starrem Blick begegnet das kleine Mädchen aus Holz dem Betrachter. Ebenso interessant wie der unergründliche Gesichtsausdruck der Figur, ist der Künstler, der dieses Werk geschaffen hat. Hermann Scherer (1893 – 1927) beschritt seinen beruflichen Weg vom Steinmetz zum expressionistischen Künstler. Aber wie ist ausgerechnet ein Steinmetz auf das Material Holz gekommen? Und welche Rolle spielt dabei Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938)? Diese und weitere Fragen werden in der 15-minütigen Kunstpause auf den Punkt gebracht.

 



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