Bild des Monats

Schöne Tradition: Jeden ersten Samstag im Monat kostenfrei -
Kunstwerk des Monats & freier Eintritt für den ganzen Tag!

Der Besuch unseres Hauses ist niemals umsonst, bleibt aber jeden ersten Samstag im Monat kostenfrei! Immer um 15 Uhr beginnt die Beschäftigung mit dem Kunstwerk des Monats. Nach einer kurzweiligen, 30-minütigen Führung gibt es beim „Treffen mit Freunden" Kaffee und Kuchen oder auch Cocktails, je nach Saison und Führungsthema. Lassen Sie sich mitreißen von der beeindruckenden Sammlung des mpk sowie einer schönen Aussicht auf die Stadt – reichlich Gesprächsstoff für Vereinsmitglieder und solche, die es vielleicht noch werden möchten.

Vergangene Ausgaben

Samstag, 05.10.2019, 15 Uhr

Abb.: Albert Weisgerber, Selbstbildnis mit Palette 1908, Braune Tusche (Feder, Pinsel, laviert) auf Kraftpapier, Inv.-Nr. 0/729, Grapische Sammlung, mpk, Foto und © mpk.
Abb.: Albert Weisgerber, Selbstbildnis mit Palette 1908, Braune Tusche (Feder, Pinsel, laviert) auf Kraftpapier, Inv.-Nr. 0/729, Grapische Sammlung, mpk, Foto und © mpk.

Albert Weisgerber, Selbstbildnis mit Palette, 1908
& Treffen mit Freunden
Dr. Annette Reich

Sein Gesicht liegt halb verborgen in dunklen Schatten. Nachdenklich erscheint der Ausdruck des Dargestellten.
Auf den ersten Blick mag die kleine braune Tuschezeichnung unscheinbar wirken, doch ein näheres Hinsehen lohnt sich:
Die Raffinesse der Graphik liegt im Detail. Eine einmalige Gelegenheit für Interessierte, näheres zum Blatt und zum Künstler, dessen Oeuvre erst in den letzten Jahrzehnten
verstärkt wissenschaftlich aufgearbeitet wurde, zu erfahren.
Albert Weisgerber, der als ein wichtiger Vertreter der Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts gilt, wurde 1878 in St. Ingbert geboren; verstorben ist er im Alter von 36 Jahren, im Ersten Weltkrieg in Fromelles / Ypern in Frankreich.

Im Anschluss an die Bildbetrachtung besteht die Möglichkeit,
bei Kaffee und Kuchen mit den „Freunden" des mpk ins
Gespräch zu kommen.

Der Eintritt sowie Kaffee und Kuchen sind frei.
Spenden sind willkommen.

Samstag, 07.09.2019, 15 Uhr

Hans Purrmann, Kubushäuser in Lacco Ameno, 1956, Foto mpk, © VG-Bildkunst, Bonn 2019
Abb.: Hans Purrmann, Kubushäuser in Lacco Ameno, 1956, Foto mpk, © VG-Bildkunst, Bonn 2019

Hans Purrmann, Kubushäuser in Lacco Ameno, 1956
& Treffen mit Freunden
Dr. Claudia Gross

Er zählt zu den wichtigen Künstlerpersönlichkeiten des frühen 20. Jahrhunderts, war ein eng mit der Natur verbundender Freilichtmaler und pflegte einen intensiven Austausch mit Henri Matisse: Der Pfälzer Maler Hans Purrmann. Der Speyerer wurde 1880 geboren und starb 1966 in Basel. Seine „Kubushäuser" (1956) gehören in seine reife Schaffensphase. Wichtige Lebensstationen und damit verbundene Begegnungen in Karlsruhe (Kurt Levy), München (Paul Klee, Wassily Kandinsky, Albert Weisgerber), Paris (wie Henri Matisse, André Derain sowie der Sammler Karl Ernst Osthaus) lagen hinter ihm.

Die Kubushäuser und ihre Landschaft erstrahlen vornehmlich in reinen und kräftigen Farben. „Meine Darstellung sollte sich flächenhaft auf der Leinwand abspielen und nur die jeweiligen Farbkontraste sollten mir das Mittel in die Hand geben, Licht und Erscheinung zu provozieren. [...] Es ist ja nicht so, dass die Natur ein fertig komponiertes Bild darstellt, daß [sic] man nur abzumalen braucht", äußerte er rückblickend 1961. Wie er das verstand, welchen Stellenwert Farbe und Form in der Malerei von Purrmann haben und welchen Weg er bis dahin beschritten hat, wird im Bild des Monats deutlich.

Im Anschluss an die Bildbetrachtung besteht die Möglichkeit,
bei Kaffee und Kuchen mit den „Freunden" des mpk ins Gespräch zu kommen.

Der Eintritt sowie Kaffee und Kuchen sind frei. Spenden sind willkommen.

Samstag, 03.08.2019, 15 Uhr

Johann Heinrich Roos, Kinderbildnis der Liselotte von der Pfalz (Detail), 1663/64, Foto und © mpk
Abb.: Johann Heinrich Roos, Kinderbildnis der Liselotte von der Pfalz mit einer Spielgefährtin (Detail), um 1664, Öl auf Leinwand, mpk, Gemäldesammlung, Foto und © mpk

Johann Heinrich Roos, Kinderbildnis der Liselotte von der Pfalz, um 1664
& Treffen mit Freunden
Jacqueline Rhein M.A.

Kein geringerer als Johann Wolfgang von Goethe bewunderte
die Kunst der Landschafts- und Tierdarstellungen von Johann Heinrich von Roos (1631-1685). Von seiner Porträt-
malerei heißt es, er würde „die Gesichter in ihrer Robustheit schonungslos überliefern". Davon ist im Kinderbildnis natürlich nichts zu spüren. Die erst elfjährige Kurprinzessin Liselotte von der Pfalz ist mit einer entwaffnenden Unbefangenheit in Begleitung einer Freundin wiedergegeben.
Was sich an der Kleidung beider Kinder ablesen lässt, mit welchen Raffinessen der Charakter der als „dolle Hummel" umschriebenen Liselotte herausgestellt wird, ist Thema bei „Bild des Monats." Johann Heinrich von Roos wurde 1631 vermutlich im Pfälzischen Reipoltskirchen geboren. Aufgrund des Dreißigjährigen Krieges floh die Familie nach Norden. 1640 zog sie nach Amsterdam, Roos absolvierte hier eine Lehre als Kunstmaler bei Barend Graat (1628 -1709). 1653 ist Roos erstmals in Mainz, 1667 beginnt er seine Karriere als Maler in Frankfurt am Main.

Im Anschluss an die Bildbetrachtung besteht die Möglichkeit,
bei Kaffee und Kuchen mit den „Freunden" des mpk ins Gespräch zu kommen.

Der Eintritt sowie Kaffee und Kuchen sind frei. Spenden sind willkommen.

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