Bild des Monats

Schöne Tradition: Jeden ersten Samstag im Monat kostenfrei -
Kunstwerk des Monats & freier Eintritt für den ganzen Tag!

Der Besuch unseres Hauses ist niemals umsonst, bleibt aber jeden ersten Samstag im Monat kostenfrei! Immer um 15 Uhr beginnt die Beschäftigung mit dem Kunstwerk des Monats. Nach einer kurzweiligen, 30-minütigen Führung gibt es beim „Treffen mit Freunden" Kaffee und Kuchen oder auch Cocktails, je nach Saison und Führungsthema. Lassen Sie sich mitreißen von der beeindruckenden Sammlung des mpk sowie einer schönen Aussicht auf die Stadt – reichlich Gesprächsstoff für Vereinsmitglieder und solche, die es vielleicht noch werden möchten.

Samstag, 03.08.2019, 15 Uhr

Johann Heinrich Roos, Kinderbildnis der Liselotte von der Pfalz (Detail), 1663/64, Foto und © mpk
Abb.: Johann Heinrich Roos, Kinderbildnis der Liselotte von der Pfalz mit einer Spielgefährtin (Detail), um 1664, Öl auf Leinwand, mpk, Gemäldesammlung, Foto und © mpk

Johann Heinrich Roos, Kinderbildnis der Liselotte von der Pfalz, um 1664
& Treffen mit Freunden
Jacqueline Rhein M.A.

Kein geringerer als Johann Wolfgang von Goethe bewunderte
die Kunst der Landschafts- und Tierdarstellungen von Johann Heinrich von Roos (1631-1685). Von seiner Porträt-
malerei heißt es, er würde „die Gesichter in ihrer Robustheit schonungslos überliefern". Davon ist im Kinderbildnis natürlich nichts zu spüren. Die erst elfjährige Kurprinzessin Liselotte von der Pfalz ist mit einer entwaffnenden Unbefangenheit in Begleitung einer Freundin wiedergegeben.
Was sich an der Kleidung beider Kinder ablesen lässt, mit welchen Raffinessen der Charakter der als „dolle Hummel" umschriebenen Liselotte herausgestellt wird, ist Thema bei „Bild des Monats." Johann Heinrich von Roos wurde 1631 vermutlich im Pfälzischen Reipoltskirchen geboren. Aufgrund des Dreißigjährigen Krieges floh die Familie nach Norden. 1640 zog sie nach Amsterdam, Roos absolvierte hier eine Lehre als Kunstmaler bei Barend Graat (1628 -1709). 1653 ist Roos erstmals in Mainz, 1667 beginnt er seine Karriere als Maler in Frankfurt am Main.

Im Anschluss an die Bildbetrachtung besteht die Möglichkeit,
bei Kaffee und Kuchen mit den „Freunden" des mpk ins Gespräch zu kommen.

Der Eintritt sowie Kaffee und Kuchen sind frei. Spenden sind willkommen.

Vergangene Ausgaben

Samstag, 06.07.2019, 15 Uhr

Teller mit Vogelmotiv, Frankenthaler Porzellan, farbig staffiert, um 1785, Foto und © mpk
Teller mit Vogelmotiv, Frankenthaler Porzellan, farbig staffiert, um 1785, Foto und © mpk

Frankenthaler Porzellan
und Treffen mit Freunden
Andrea Loeschnig M.A.

Die Kurpfälzische Porzellanmanufaktur ließ nicht allein schöne Bilder auf Suppenterrinen oder Vorlegeplatten zeichnen, vielmehr geben ihre Produkte auch ein besonderes Bild der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts wieder. Nach ihrer Gründung 1755 hatte sie noch nicht einmal 50 Jahre Bestand. Doch was in dieser Zeit produziert wurde, begeistert bis heute. Die Vielfältigkeit der Formen und vor allem das jeweils individuell ausgearbeitete, feine Dekor lassen staunen. Tischkultur wurde mehr als zelebriert: Ein Tafelgedeck für 12 Personen umfasste mitunter über 140 Einzelteile, darunter auch Figuren und Figurengruppen. Woraus die verschiedenen Kaffee- oder Teeservice bestanden, welche Besonderheiten man in dieser Zeit bevorzugte und welche Rolle das französische Königshaus und der Adel spielten, zeigen wir exemplarisch an ausgewählten Stücken. Selbstverständlich bleibt dabei auch das über so lange Zeit bestgehütete Geheimnis, des Porzellans selbst, nicht außen vor.

Im Anschluss an die Betrachtung besteht die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen mit den „Freunden" des mpk ins Gespräch zu kommen.

Der Eintritt sowie Kaffee und Kuchen sind frei.

Samstag, 01.06.2019, 15 Uhr

Werner Pokorny, Haus mit durchbrochener Form, Padouk (Tropenholz) I, Foto und © mpk
Werner Pokorny, Haus mit durchbrochener Form, Padouk (Tropenholz) I, Foto und © mpk

Werner Pokorny, Haus mit durchbrochener Form, 1992

und Treffen mit Freunden
Dr. Annette Reich 

Jeder füllt das Wort „Haus" anders mit Leben, denn zu viele Gefühle und Erinnerungen sind mit diesem Thema verknüpft. Auch gibt es zahlreiche Redewendungen, die den Begriff aufgreifen:
„Mit der Tür ins Hausfallen", „Haus und Hof aufs Spiel setzen" oder „das Haus zum Beben bringen" sind nur einige Beispiele. Werner Pokorny versteht es, in seinen Skulpturen dieses Verborgene freizulegen, ohne sich auf eine Bedeutung
festzulegen. Für den Künstler ist Holz, das Material, das „...bis zum zersägten, zerhackten, zerspänten Teil die Vitalität und Individualität des ursprünglichen Ganzen" behält (1984).

Im Anschluss an die Betrachtung besteht die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen mit den „Freunden" des mpk ins Gespräch zu kommen.

Der Eintritt sowie Kaffee und Kuchen sind frei.

Samstag, 04.05.2019, 15 Uhr

Michael Growe, Europalette (Detail), 2000. Skulpturensammlung mpk. Foto mpk © Michael Growe
Michael Growe, Europalette (Detail), 2000. Skulpturensammlung mpk. Foto mpk © Michael Growe

Michael Growe, Europalette, 2000
und Treffen mit Freunden
Dr. Claudia Gross

Was hat eine Europalette, das Vehikel zum normierten Transport, mit Malerei und im Speziellen mit Farbe zu tun? Michael Growe, eigentlich klassischer Maler, steht an diesem Samstag mit einer sehr speziellen Skulptur im Mittelpunkt. Nichts ist wie es auf den ersten Blick erscheint. Die „Europalette" ist kein Transportmittel im klassischen Sinne, viel eher ein Anlass des Nachdenkens. Und die zahlreichen massiven Holzwürfel, die auf ihr abgestellt scheinen, bergen in sich eine völlig unvermutete Funktion. Eine Verwandlungstour von Skulptur über Malerei zur verborgenen Funktion. Growe stellt neben der Frage zur Räumlichkeit von Farbe auch solche zur Sichtbarkeit und der Funktion von Schutz und Verbergen. Im Anschluss kann über diese vielfältigen Themen, aufgeworfen von Dr. Claudia Gross, während des Treffens mit Freuden bei Kaffee und Kuchen weiter diskutiert werden

Der Eintritt sowie Kaffee und Kuchen sind frei.

 

 

Walter Moroder, Drap, 2012, Linde, Acryl, Mooreiche, H 171 cm, Skulpturensammlung mpk. Foto: Christine Koch © Walter Moroder
Walter Moroder, Drap, 2012, Linde, Acryl, Mooreiche, H 171 cm, Skulpturensammlung mpk. Foto: Christine Koch © Walter Moroder

Samstag, 06.04.2019, 15 Uhr

Walter Moroder, Drap, 2012
und Treffen mit Freunden
Dr. Claudia Gross

Walter Moroder steht mit seinen Holzskulpturen in der Tradition der Schnitzkunst seiner Heimat, dem Grödnertal. Das dort über Jahrhunderte gepflegte Handwerk wurde weitgehend von industrieller Massenproduktion verdrängt. Losgelöst von diesem Prozess hat Moroder einen eigenen Weg als bildender Künstler gefunden. 1963 in St. Ulrich, Südtirol, geboren, studierte er, nach seiner Lehre in der väterlichen Werkstatt, Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. Auslandsaufenthalte führten ihn unter anderem in die USA, nach Mexiko, Guatemala und Indonesien. Seit 2001 arbeitet Moroder freischaffend.
Scheinbar vertraut und zugleich fremd muten seine lebensgroßen, weiblichen Holzfiguren an, so auch die Arbeit „Drap" von 2012 in der Ständigen Sammlung des mpk. Der Betrachter vermag sich kaum dieser eigentümlichen, unnahbaren Aura zu entziehen, welche die Skulptur umgibt. Ihre Präsenz erfüllt den Ort, den sie einnimmt und zugleich verändert. Ihr Körper wirkt beseelt. Erwartungsvoll staunend ist die Figur anwesend und doch scheint sie einer anderen Welt anzugehören. Dr. Claudia Gross stellt das rätselhafte Werk vor und geht dabei auf die spezifische Handschrift des Künstlers, mit der er die zeitgenössische figürliche Bildhauerei und Plastik bereichert, ein.

 

Qiu Shihua, o.T., 2005, Öl auf Leinwand, 185 x 360 cm, Dauerleihgabe Privatsammlung Berlin, Foto: Eric Jobs, Hattingen, © Qiu Shihuha
Qiu Shihua, o.T., 2005, Öl auf Leinwand, 185 x 360 cm, Dauerleihgabe Privatsammlung Berlin, Foto: Eric Jobs, Hattingen, © Qiu Shihuha

Samstag, 02.03.2019, 15 Uhr

Qiu Shihua, o.T., 2005
und Treffen mit Freunden
Dr. Claudia Gross

Qiu Shihua wurde 1940 in Zizhong in der Provinz Sichuan, im Südwesten Chinas, geboren. Er zählt mit seinen seit den frühen 1970er-Jahren bis heute entstandenen Werken zu den herausragenden Positionen aktueller chinesischer Kunst im Allgemeinen und zeitgenössischer Landschaftsmalerei im Besonderen. Der Künstler befragt mit äußerst feinen Bildfindungen auf eindrucksvolle Weise die Sichtbarkeit in der Malerei. Er verbindet ostasiatische Vorstellungen mit westlichen Einflüssen und lädt zu außergewöhnlichen Seherlebnissen ein.

Auf den ersten Blick scheint das Gemälde "o.T.", aus dem Jahre 2005, im mpk, nahezu weiß zu sein. Bei längerer, intensiver Betrachtung wird jedoch eine weite Landschaften, ruhig und menschenleer in zarten Farbnuancen sichtbar. Erahntes verdichtet sich, Details werden sichtbar, doch schon im nächsten Augenblick kann sich der eben gewonnene Eindruck wieder ins Immaterielle verflüchtigen. Das gemalte Licht übt geradezu eine magische Anziehungskraft auf den Betrachter aus. Stimmungen entstehen, die an einen Traumzustand erinnern.

Der Künstler bereiste Europa und stellte hier vereinzelt auch aus. Diese Erfahrungen sowie seine Hinwendung zum Taoismus trugen zur Entwicklung seines heutigen Werkes bei. Qiu Shihua lebt und arbeitet iin der Wirtschaftsmetropole Shenzhen.

 

 

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