Bild des Monats

Schöne Tradition: Jeden ersten Samstag im Monat kostenfrei -
Kunstwerk des Monats & freier Eintritt für den ganzen Tag!

Der Besuch unseres Hauses ist niemals umsonst, bleibt aber jeden ersten Samstag im Monat kostenfrei! Immer um 15 Uhr beginnt die Beschäftigung mit dem Kunstwerk des Monats. Nach einer kurzweiligen, 30-minütigen Führung gibt es beim „Treffen mit Freunden" Kaffee und Kuchen oder auch Cocktails, je nach Saison und Führungsthema. Lassen Sie sich mitreißen von der beeindruckenden Sammlung des mpk sowie einer schönen Aussicht auf die Stadt – reichlich Gesprächsstoff für Vereinsmitglieder und solche, die es vielleicht noch werden möchten.

Juli, August & September 2018:

Amerikanische Malerei des 20. Jahrhunderts steht im Mittelpunkt der Veranstaltungen. Mary Heilmanns, Too Long (at the Fair), Öl/Lw, 1993 (07.07.18), Leon Polk Smith', Constellation # 12 Purple Orange Streak, Acryl/Lw, 1973 (04.08.18) und Frank Stellas, Untitled (Play School Hose), Relief aus Metallteilen, teilweise bemalt, Gartenschlauch, 1984 (01.09.18) sind ausdrucksstarke Werke, die unsere Museumssammlung außerordentlich bereichern.

 

Vergangene Ausgaben

Abb.: Mary Heilman, Too Long (at the Fair), 1993, Öl auf Leinwand, 178 x 142 cm, Privatsammlung, Dauerleihgabe an das mpk, Foto: Peter Salewski, Sprockhövel © Mary Heilmann
Mary Heilman, Too Long (at the Fair), 1993, Öl auf Leinwand, 178 x 142 cm, Privatsammlung, Dauerleihgabe an das mpk, Foto: Peter Salewski, Sprockhövel © Mary Heilmann

Samstag, 07.07.2018, 15 Uhr

Mary Heilmann, Too Long (at the Fair), 1993
und Treffen mit Freunden
Andrea Löschnig M.A.

Mary Heilman, geboren 1940 in San Francisco, Kalifornien, studierte zunächst unter dem Einfluss der Beat-Generation Literatur an der University of California in Santa Barbara, anschließend Töpferei und Bildhauerei. Nach ihrem Abschluss mit dem Master of Arts an der University of California in Berkeley 1967, übersiedelte Heilmann nach New York, wo sie auch heute lebt und arbeitet. In den 1970er-Jahren wandte sich Heilmann der Malerei zu. Die Farbwahl Ihrer abstrakten Werke ist unter anderem von Signalfarben der Werbe-, Kino- und Modebranche inspiriert. Rechteck- und Gitterstrukturen sowie monochrome Binnenfelder, die zuweilen mit bunten Punkten und Lineaturen kontrastiert sind, zeigen eine Nähe zur konstruktiven und radikalen Malerei. Zugleich findet sie mit einer experimentellen, spielerischen Arbeitsweise, im Umfeld von Vertretern des Minimalismus und der Pop-Art, ihre individuelle malerische Position. „Too Long (at the Fair)", in der Ständigen Sammlung des mpk, ist 1993 als „shaped canvas" (gestaltete Leinwand) mit vieleckigem Umriss entstanden. Klare Formen und Linien zeigen bewusste malerische Unregelmäßigkeiten. Irritierend gestaltet sich das Raumgefüge, betrachtet man die Teilflächen, die sich zu einer Gesamtform als ein Kreuz mit verschobenen Armen fügen.

 

Rudolf Levy, Selbstbildnis III, 1943, Kohle und Bleistift auf Karton, 44,3 x 33,8 cm, mpk, Graphische Sammlung, Foto und © mpk
Rudolf Levy, Selbstbildnis III, 1943, Kohle und Bleistift auf Karton, 44,3 x 33,8 cm, mpk, Graphische Sammlung, Foto und © mpk

Samstag, 02.06.2018, 15 Uhr

Rudolf Levy, Selbstbildnis III, 1943
und Treffen mit Freunden
Dr. Claudia Gross

Rudolf Levy gehörte von 1904-14 zum Kreis der deutschen Schüler von Matisse in Paris, die sich regelmäßig im Café du Dôme trafen. Als Mitbegründer des Künstlerkreises entwickelte er unter dem prägenden Eindruck von Paul Cézanne und Henri Matisse seinen eigenen fauvistisch-expressionistischen Malstil. In den zwanziger Jahren lebte Levy, gefördert durch den Galeristen Alfred Flechtheim, hauptsächlich in München und Berlin. Nach 1933 in Deutschland verfemt, emigrierte er und hielt sich meist in Italien auf. 1943 wurde er verhaftet und starb vermutlich auf dem Transport jüdischer Gefangener in das Konzentrationslager Auschwitz.

Levy hat insgesamt vier Selbstbildnisse geschaffen. Zwei Zeichnungen (Selbstbildnis I und III) sowie ein Ölgemälde (Selbstbildnis IV; es handelt sich um das letzte Bild, das Levy überhaupt malte) befinden sich im Bestand des Museums Pfalzgalerie. Das „Selbstbildnis III" ist durch weiche Schattierungen gekennzeichnet. Mund und Nase sind betont, während die geschlossenen Augen lediglich angedeutet sind und auf das tragische Ende vorauszuweisen scheinen.

Im Anschluss an die Bildbetrachtung laden die Freunde des mpk zu kostenlosem Kaffee und Kuchen. Dann kann, bei einer einmaligen Aussicht auf die Stadt, mit Vereinsmitgliedern und solchen, die es vielleicht noch werden möchten, weiterdiskutiert werden.

 

Max Slevogt, Die Versuchung Christi auf dem Felsen von Neukastel, 1924. Foto und © mpk
Max Slevogt, Die Versuchung Christi auf dem Felsen von Neukastel, um 1920/25. Foto und © mpk

Samstag, 05.05.2018, 15 Uhr

Max Slevogt, Die Versuchung Christi auf dem Felsen von
Neukastel, um 1920/25
und Treffen mit Freunden

Dr. Claudia Gross

Womit versucht der Teufel Jesus Christus wohl auf dem Felsen von Neukastel? Bietet der Versucher dem Erlöser wirklich die Pfalz an? Ausgehend von Max Slevogts kleinformatigem, sehr feinem und humorvollem Holzstich werden weitere Kunstwerke in der Jubiläumsausstellung, die rund um den pfälzischen Felsen entstanden, betrachtet. Von dort oben hatte man einen recht guten Ausblick auf Slevogts eigenes Hofgut. Schon in jungen Jahren verbrachte der gebürtige Bayer hier viel Zeit, gehörte es doch einst der Familie seiner späteren Frau Antonie Finkler.

 

Otto Dix, Vorzeichnung zum Bildnis Bankier Dr. jur, Kurt Arnhold, 1927. Foto mpk © VG Bild-Kunst, Bonn 2018.
Otto Dix, Vorzeichnung zum Bildnis Bankier Dr. jur, Kurt Arnhold, 1927. Foto mpk © VG Bild-Kunst, Bonn 2018.

Samstag, 07.04.2018, 15 Uhr

Otto Dix, Vorzeichnung zum Bildnis Bankier Dr. jur. Kurt Arnhold, 1927
und Treffen mit Freunden
Dr. Claudia Gross

Das Bildnis des Bankiers und Kunstmäzens Dr. Kurt Arnhold gehört in die Reihe der wichtigsten Auftragswerke von bürgerlichen Kunstsammlern, die Otto Dix in den 1920er-Jahren schuf. Mit psychologischem Gespür und altmeisterlicher Perfektion erfasst der Künstler die Arnholdsche Persönlichkeit. Die tiefgreifende Charakterzeichnung paart sich mit einem schonungslosen Realismus, weshalb Otto Dix in Berlin nicht nur ein begehrter, sondern auch gefürchteter Porträtmaler seiner Zeit war. Neben dem Gemälde besitzt das mpk auch eine nach dem Modell angefertigte Vorzeichnung, welche die künstlerische Arbeitsweise veranschaulicht. Diese steht im Mittelpunkt der Bildbetrachtung.

Otto Dix wurde 1891 in Thüringen geboren und besuchte nach einer Lehre als Dekorationsmaler die Kunstgewerbeschule in Dresden bis 1922, unterbrochen von seinem Kriegseinsatz 1914-18. Seine Erlebnisse als Frontsoldat hielt er in zahlreichen realistisch kritischen Zeichnungen fest, die für seine künstlerische Entwicklung maßgeblich waren. Nach einigen Studienjahren an der Düsseldorfer Akademie und Reisen nach Italien, ließ sich Otto Dix als freischaffender Künstler in Berlin nieder. Von 1927 an unterrichtete er an der Dresdner Akademie. Als führender Vertreter der Neuen Sachlichkeit war er der künstlerischen Avantgarde zuzurechnen. Seine Technik, seine malerische Perfektion und präzise Darstellungsweise entsprachen jedoch durchaus auch den wertkonservativen Grundsätzen, die der Familie Arnhold als Auftraggeber wichtig waren.

 

Otto Kallenbach, Mutter mit Kind, 1969. Foto mpk © Künstler

Samstag, 03.03.2018, 15 Uhr

Otto Kallenbach, Mutter mit Kind, 1969
und Treffen mit Freunden
Jessica Neugebauer M.A.

Im Rahmen unserer Reihe „Bild des Monats" stellen wir jeden ersten Samstag eines Monats ein Kunstwerk aus dem Museumsbestand vor. Zum Abschluss der 6-monatigen Skulpturen Reihe, mit dem Schwerpunkt „Mutter und Kind-Darstellungen", steht am 03.03, um 15 Uhr, das Werk „Mutter mit Kind" von Otto Kallenbach im Mittelpunkt der Betrachtung.

Otto Kallenbach (1911 – 1992) machte von 1925-29 eine Steinmetz Ausbildung gleich hinter dem heutigen Museum Pfalzgalerie. An der kaiserslauterer Meisterschule für Handwerker erlernte er die Grundlagen auf denen er seine späteren Skulpturen aufbaute. Zu einer Lehre ging er an die Akademie für Angewandte Kunst in München. An dieser wurde er, nach seinem Kriegsdienst im zweiten Weltkrieg, 1946 selbst Lehrer und Leiter der Steinbildhauerei. Bis er 1975 als freischaffender Künstler in seine Heimatstadt Trippstadt zurückkehrte, entwickelte sich sein künstlerisches Schaffen auf vielfältige Art und Weise. Seine Skulpturen bestehen nicht allein aus Bronze, sondern entstanden auch in Messing, Sandstein oder Marmor. Aus letzterem schlug er auch die im Fokus stehende „Mutter mit Kind" Darstellung.

Im Anschluss an unsere Skulpturenbetrachtung laden die Freunde des mpk zu kostenlosem Kaffee und Kuchen. Dann kann, bei einer einmaligen Aussicht auf die Stadt, mit Vereinsmitgliedern und solchen, die es vielleicht noch werden möchten, weiterdiskutiert werden.

 

Ossip Zadkine, Tenderesse Maternelle, 1967. Foto mpk © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Samstag, 03.02.2018, 15 Uhr

Ossip Zadkine, Tenderesse Maternelle, 1967
und Treffen mit Freunden
Dr. Claudia Gross

„Jeder kann die Natur kopieren, ich möchte sie auf eigene Beine stellen!" Dieses Zitat des Künstlers Ossip Zadkine zeigt deutlich, woher der Bildhauer seine Anregungen nimmt und auch, was für ihn in der Gestaltung seiner Werke wichtig ist. Das Vorbildhafte der „Natur", bei der Skulptur des Monats sind es menschliche Figuren, wird verändert, weiterentwickelt; Kunstströmungen, wie der Kubismus und Surrealismus, sind erkennbar, doch Zadkine hat seinen eigenen künstlerischen Ausdruck gefunden, der sich in diesem Spätwerk deutlich wiederspiegelt.

Das Führungsformat „Bild des Monats" präsentiert jeweils am ersten Samstag im Monat immer um 15 Uhr in einer kurzweiligen Führung ein Kunstwerk und dessen Künstler. Sein Leben, seine künstlerische Entwicklung und seine Techniken werden dabei detailreich vorgestellt. Beim anschließenden „Treffen mit Freunden" laden die Freunde des mpk zu kostenlosem Kaffee und Kuchen. Dann kann fröhlich bei einer einmaligen Aussicht auf die Stadt mit Vereinsmitgliedern und solche, die es vielleicht noch werden möchten, weiterdiskutiert werden.

 

Hermann Scherer, Das kleine Mädchen, 1924/25, Arve bemalt, 76 x 38 x 40,5 cm, mpk, Skulpturensammlung. Foto: www.lumenphoto.de, © mpk.

Samstag, 02.12.2017, 15 Uhr

Hermann Scherer, Das kleine Mädchen, 1924/25
und Treffen mit Freunden
Dr. Claudia Gross

Im Rahmen unserer Reihe „Bild des Monats" stellen wir jeden ersten Samstag eines Monats ein Kunstwerk aus dem Museumsbestand vor. Am Samstag, dem 02. Dezember 2017, um 15 Uhr, steht die Skulptur „Das kleine Mädchen" des Bildhauers Hermann Scherer im Mittelpunkt der Betrachtung.

Mit seinen Holzskulpturen gehört Hermann Scherer, der bereits 1927 mit 34 Jahren starb, zu den wichtigsten Repräsentanten der expressiven Bildhauerei und steht in einer Reihe mit Ernst Barlach, Ernst Ludwig Kirchner und Wilhelm Lehmbruck. „Das kleine Mädchen" aus Arvenholz von 1924/25 im Museum Pfalzgalerie ist in taille directe unmittelbar aus dem Stamm herausgearbeitet. Die Zwei-Figuren-Gruppe wirkt in ihrer markanten, kompakten Form und ihrer ausgewogenen Komposition sehr gefühlsbetont und ausdrucksstark. Seit den frühen zwanziger Jahren stellte Scherer den nackten Körper als Inbegriff der Schutzlosigkeit menschlicher Existenz dar, um Angst und Bedrängnis zum Ausdruck zu bringen.

Im Anschluss an die Bildbetrachtung besteht die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen mit den „Freunden" des mpk ins Gespräch zu kommen. Der „Freundeskreis" freut sich auch über neue Mitglieder, die ihre Ideen einbringen.

 

Unbekannter Meister, Detail der Pietà, Anfang 16. Jahrhundert, Lindenholz & Wurzelholz, 64,5 x 59 x 20,5 cm, mpk, Kunsthandwerkliche Sammlung. Foto und © mpk

Samstag, 04.11.2017, 15 Uhr

Unbekannter Meister, Pietà, 16. Jahrhundert
und Treffen mit Freunden
Dr. Svenja Kriebel M.A.

Im Rahmen unserer Reihe „Bild des Monats" stellen wir jeden ersten Samstag eines Monats ein Kunstwerk aus dem Museumsbestand vor. Am 04. November 2017, um 15 Uhr, steht die „Pietà" eines unbekannten Meisters im Mittelpunkt der Betrachtung.

Die aus Wurzelholz und Linde geschnitzte „Pietà" ist eine klassische Darstellung des, seit dem frühen 14. Jahrhundert verbreiteten, Motivs. Die Skulptur, aus dem 16. Jahrhundert, zeigt eine sitzende Maria mit leicht zur rechten Seite geneigtem Kopf. Auf ihrem Schoß hält sie den zusammengesunkenen Leichnam Christi.

Die Bezeichnung dieser Figurenkonstellation als „Pietà" kommt aus dem italienischen und ist im deutschen Sprachgebrauch auch unter „Vesperbild" bekannt. Erfahren Sie in unserem „Bild des Monats" mehr über die Tradition der „Pietà"- Darstellungen, dessen bekanntester Repräsentant die Figurengruppe von Michelangelo, zu sehen im Petersdom in Rom, ist.

Im Anschluss an die Skulpturenbetrachtung besteht die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen mit den „Freunden" des mpk ins Gespräch zu kommen. Der „Freundeskreis" freut sich auch über neue Mitglieder, die ihre Ideen einbringen.

 

Käthe Kollwitz, Pietà, 1937, Bronze, 38x27x40 cm. Foto und © mpk
Käthe Kollwitz, Pietà, 1937, Bronze, 38x27x40 cm. Foto und © mpk

Samstag, 07.10.2017, 15 Uhr

Käthe Kollwitz, Pieta, 1937
und Treffen mit Freunden
Jessica Neugebauer M.A.

Im Rahmen unserer Reihe „Bild des Monats" stellen wir jeden ersten Samstag eines Monats ein Kunstwerk aus dem Museumsbestand vor. Am 07. Oktober 2017, um 15 Uhr, steht die Skulptur „Pietà" von Käthe Kollwitz im Mittelpunkt der Betrachtung.

Käthe Kollwitz (1867-1945) gilt als eine der bedeutendsten Bildhauerin der deutschen Kunst des 20. Jahrhunderts. In der „Pietà" von 1937 setzt sich die Künstlerin mit dem Tod ihres, im Ersten Weltkrieg in Flandern gefallenen, Sohnes Peter auseinander. Neben der Lebensgeschichte der Künstlerin sowie der Betrachtung der Skulptur im Kontext ihrer Entstehungszeit, wird vor allem auch die Rezeption der Figurengruppe beleuchtet und die Tradition der Darstellungsform einer „Pietà" erläutert.

Im Anschluss an die Skulpturenbetrachtung besteht die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen mit den „Freunden" des mpk ins Gespräch zu kommen. Der „Freundeskreis" freut sich auch über neue Mitglieder, die ihre Ideen einbringen.

 

 

Alexej von Jawlensky, Sonnenblumen, 1916, Öl auf Leinenpappe, 36 x 27 cm, mpk, Gemäldesammlung, Foto: Gunther Balzer, Kaiserslautern, © mpk
Alexej von Jawlensky, Sonnenblumen, 1916, Öl auf Leinenpappe, 36 x 27 cm, mpk, Gemäldesammlung, Foto: Gunther Balzer, Kaiserslautern, © mpk

Samstag, 03.06.2017, 15 Uhr

Alexej von Jawlensky, Sonnenblume, 1916
und Treffen mit Freunden
Maria Goroshanin

Im Rahmen unserer Reihe „Bild des Monats" stellen wir jeden ersten Samstag eines Monats ein Kunstwerk aus dem Museumsbestand vor. Am Samstag, dem 03. Juni 2017, um 15 Uhr, steht das kleinformatige Gemälde „Sonnenblume" des Malers Alexej von Jawlensky im Mittelpunkt der Betrachtung. Frau Maria Goroshanin erläutert das Bild.

Alexej von Jawlensky (1864-1941) begann sein Studium an der St. Petersburger Akademie, bevor er 1896 nach München zog. Dort war er 1909 an der Gründung der „Neuen Künstlervereinigung" beteiligt. Er stand den Mitgliedern des „Blauen Reiters" nahe und pflegte eine enge Freundschaft mit Wassily Kandinsky. Jawlensky lebte seit 1914 in der Schweiz und übersiedelte 1921 nach Wiesbaden. Zunächst entstanden unter dem Einfluss des Fauvismus, besonders von Matisse, Porträts, Landschaften und Stillleben in kräftigen Farben. Aus dieser Zeit stammt auch das Bild „Sonnenblume", das sich in der Gemäldesammlung des mpk befindet. Jawlensky hat es 1916 gemalt. Ein leuchtendes Gelb kontrastiert der Maler in diesem Beispiel mit lasierend aufgetragenem Rot, Grün und Blau. Schwarze Pinselstriche am unteren Rand akzentuieren die dynamisch spontan erscheinende Komposition.

Im Anschluss an die Bildbetrachtung besteht die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen mit den „Freunden" des mpk ins Gespräch zukommen. Der „Freundeskreis" freut sich auch über neue Mitglieder, die ihre Ideen einbringen.

 

Wassily Kandinsky, Peterskapelle in Murnau, 1908, Öl auf Karton, mpk, Gemäldesammlung, Foto und © mpk
Wassily Kandinsky, Peterskapelle in Murnau, 1908, Öl auf Karton, mpk, Gemäldesammlung, Foto und mpk

Samstag, 06. 05. 2017, 15 Uhr

Wassily Kandinsky, Peterskapelle in Murnau, 1908
und Treffen mit Freunden

Maria Goroshanin

Im Rahmen unserer Reihe „Bild des Monats" stellen wir jeden ersten Samstag eines Monats ein Kunstwerk aus dem Museumsbestand vor. Am Samstag, dem 06. Mai 2017, um 15 Uhr, steht das Gemälde „Peterskapelle in Murnau" von Wassily Kandinsky im Mittelpunkt der Betrachtung. Frau Maria Goroshanin erläutert das Landschaftsbild.

Wassily Kandinsky (1866 – 1944), einer der bedeutendsten Vertreter des Expressionismus und Wegbereiter der abstrakten Malerei, entdeckte 1908 mit seiner Lebensgefährtin Gabriele Münter den oberbayerischen Ort Murnau am Staffelsee. Zusammen mit ihren Malerfreunden Alexej Jawlensky und Marianne von Werefkin verbrachten sie dort die Sommermonate. Die während dieser Zeit entstandenen Landschaftsbilder sind von entscheidender Bedeutung für Kandinskys weitere künstlerische Entwicklung. Unter diesen befand sich auch das als Dauerleihgabe in der Ständigen Sammlung des mpk präsentierte Gemälde „Peterskapelle in Murnau". Das schmucke Kleinformat (33 x 45 cm) zeichnet sich durch kräftige Farben und einfache Formen aus. Berge, Wege und Gebäude setzen sich durch schwarze Konturen voneinander ab. Die einzelnen Motive sind zwar als solche deutlich zu erkennen, zugleich aber trit tein abstrakter Eindruck in den Vordergrund.

 

Tina Blau-Lang, Apriltag im Prater, 1889, Öl auf Leinwand, 75,5 x 95 cm, mpk, Gemäldesammlung, Foto: Gunther Balzer, Kaiserslautern © mpk
Tina Blau-Lang, Apriltag im Prater, 1889, Öl auf Leinwand, 75,5 x 95 cm, mpk, Gemäldesammlung, Foto: Gunther Balzer, Kaiserslautern © mpk

Samstag, 01.04.2017, 15 Uhr

Tina Blau-Lang, Apriltag im Prater, 1889
und Treffen mit Freunden
Maria Goroshanin

Im Rahmen unserer Reihe „Bild des Monats" stellen wir jeden ersten Samstag eines Monats ein Kunstwerk aus dem Museumsbestand vor. Am Samstag, dem 01. April 2017, um 15 Uhr, erläutert die Kunsthistorikerin Maria Goroshanin, passend zur Jahreszeit, eine 1889 von Tina Blau-Lang gemalte Naturbetrachtung.

Die Wienerin Tina Blau-Lang (1845-1916) gehört als bedeutende Repräsentantin der Freilichtmalerei zu denjenigen österreichischen Malern des späten 19. Jahrhunderts, die bereits zu Lebzeiten Anerkennung fanden. Von 1869 bis 1873 studierte sie an der Akademie der Bildenden Künste in München und unterhielt von 1874 an ein Atelier im Wiener Prater. Nach ihrer Heirat 1883 mit dem Maler Heinrich Lang übersiedelte das Paar nach München. Blau-Lang lehrte seit 1898 an der von ihr mitbegründeten „Kunstschule für Frauen und Mädchen" in Wien. Bis 1915, ein Jahr vor ihrem Tod, leitete sie die Klasse für Stillleben- und Landschaftsmalerei. Sie wurde zahlreichen jüngeren Malerinnen zum Vorbild. Fasziniert von natürlichem Licht ,malte die Künstlerin in der Natur und hielt spezifische Stimmungen farblich und kompositorisch auf sensible Weise fest. Das Gemälde im mpk ist dafür ein hervorragendes Beispiel.

 

August Fink, Landschaft, um 1885, Öl auf Holz, 16 x 32 cm, mpk, Gemäldesammlung, Foto: Gunther Balzer, Kaiserslautern © mpk
August Fink, Landschaft, um 1885, Öl auf Holz, 16 x 32 cm, mpk, Gemäldesammlung, Foto: Gunther Balzer, Kaiserslautern © mpk

Samstag, 04.03.2017, 15 Uhr

August Fink, Landschaft, um 1885
und Treffen mit Freunden
Maria Goroshanin

Im Rahmen unserer Reihe „Bild des Monats" stellen wir jeden ersten Samstag eines Monats ein Kunstwerk aus dem Museumsbestand vor. Am Samstag, dem 04. März 2017, um 15 Uhr, steht die um 1885 gemalte „Landschaft" von August Fink im Mittelpunkt der Betrachtung. Die Kunsthistorikerin Maria Goroshanin erläutert das Gemälde.

August Fink (1846-1916) war zunächst als Kaufmann tätig, bevor er sich der Landschaftsmalerei widmete. Nach seinem Studium bei Adolf Stademann und Eduard Schleich d. Ä. zeigte er sich von Adolf Heinrich Lier und Joseph Wenglein beeinflusst. Mit seinen sogenannten intimen Landschaften gehört er zu den Repräsentanten der Münchner Freilichtmalerei .Noch in der Biedermeierzeit verhaftet, weist Finks Malerei bereits Tendenzen zum Impressionismus auf. Das kleinformatige Gemälde des mpk zeigt eine stimmungsvolle ruhige Flusslandschaft bei Abenddämmerung. Die Absicht des Malers, natürliche Lichtverhältnisse und Farbwirkungen einzufangen, ist kennzeichnend.

Im Anschluss an die Bildbetrachtung besteht die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen mit den „Freunden" des mpk ins Gespräch zu kommen. Eventuell haben Sie dann auch Lust, dem „Freundeskreis" beizutreten und Ihre Ideen einzubringen.

 


Max Slevogt, Winterlandschaft bei Neukastel, 1927  Foto und (c) mpk
Max Slevogt, Winterlandschaft bei Neukastel, 1927 Foto und (c) mpk

Samstag, 04. 02. 2017, 15 Uhr

Max Slevogt, Winterlandschaft bei Neukastel, 1927
und Treffen mit Freunden
Andrea Löschnig

Im Rahmen unserer Reihe „Bild des Monats" stellen wir jeden ersten Samstag eines Monats ein Kunstwerk aus dem Museumsbestand vor. Am Samstag, dem 04. Februar 2017, um 15 Uhr, steht das Gemälde „Winterlandschaft bei Neukastel" von Max Slevogt im Mittelpunkt der Betrachtung. Unsere Museumspädagogin erläutert das Landschaftsbild.

In vielen seiner Landschaftsbilder hat Max Slevogt der Pfalz ein malerisches Denkmal gesetzt. Die „Winterlandschaft bei Neukastel", die man in der Ständigen Sammlung des mpk betrachten kann, ist dafür ein bedeutendes Beispiel. 1868 in Landshut/Bayern geboren, kam Slevogt bereits als Kind gerne nach Landau, wo eine Tante seiner Mutter wohnte. 1898 heiratete er die Pfälzerin Antonie Finkler und kaufte 1914 oberhalb von Leinsweiler das Hofgut Neukastel. Dort verbrachte er stets die Sommerferien und fand in der pfälzischen Landschaft zahlreiche Motive für seine impressionistische Freilicht-Malerei. Die in winterliches Licht getauchte Schneelandschaft gehört dem Spätwerk Slevogts an.

Im Anschluss an die Bildbetrachtung besteht die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen mit den „Freunden" des mpk ins Gespräch zukommen. Eventuell haben Sie dann auch Lust, dem „Freundeskreis" beizutreten und Ihre Ideen einzubringen.

 

Adolf Heinrich Lier, Abend im Walde, 1881
Adolf Heinrich Lier, Abend im Walde, 1881

Sa., 07.01.2017, 15 Uhr

Adolf Heinrich Lier, Abend im Walde, 1881
und Treffen mit Freunden
Maria Goroshanin

Dunkle Bäume heben sich vor einem lichtdurchfluteten, rötlich gefärbten Abendhimmel ab. Am Ufer eines Weihers befinden sich drei Rehe, die man erst beigenauem Hinsehen wahrnimmt. Die von Adolf Heinrich Lier 1881 eingefangene Naturstimmung gehört zu seinem Spätwerk. 1826 in Herrnhut geboren und 1882 inVahrn bei Brixen in Südtirol gestorben, zählt Lier zu den bedeutenden Vertretern der Münchner Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts, insbesondere der Pleinairmalerei (Freilichtmalerei). Er malte im Gegensatz zu der bis zum Anfang des Jahrhunderts üblichen Ateliermalerei im Freien, direkt vor dem Motiv. Mit seiner Malerschule, die er von 1869 bis 1873 leitete, übte erprägenden Einfluss aus.

Im Anschluss an die Bildbetrachtung besteht die Möglichkeit, bei Kaffee undKuchen mit den "Freunden" des mpk ins Gespräch zu kommen. Eventuell haben Siedann auch Lust, dem "Freundeskreis" beizutreten und Ihre Ideen einzubringen.

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