Gespräche

Vergangene Ausgaben

Dienstag, 4. Juni 2019, 18 Uhr

Bernard Schultze, Migof – Maler und Modell, 1969, Mischtechnik, mpk, Skulpturensammlung. Foto mpk,  © Künstler
Bernard Schultze, Migof – Maler und Modell, 1969, Mischtechnik, mpk, Skulpturensammlung. Foto mpk, © Künstler

Expression in der Kunst des 20. Jahrhunderts
Gespräch in der ständigen Sammlung
Dr. Heinz Höfchen

Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern besitzt eine bedeutende Kollektion an Malerei des 20. Jahrhunderts. Ihre Charakteristika können an wichtigen Beispielen aufgezeigt werden.
So sind neben exemplarischen Arbeiten des deutschen Expressionismus, beispielsweise von Ernst Ludwig Kirchner, Max Beckmann und Carl Hofer, auch herausragende Werke vieler anderer Künstler vertreten.

Expression in der Kunst ist allerdings nicht nur ein Phänomen der Zeit vor und nach dem Ersten Weltkrieg: Expression meint Ausdruck. So muss notwendig alle Kunst expressiv sein.Expressionismus ist dabei in besonderem Maße von der Übersteigerung des Ausdrucks geprägt. Diese Tendenzen sind auch in anderen Stilzusammenhängen immer wieder virulent. Im Gespräch werden diese expressiven Traditionslinien in der Kunst des 20. Jahrhunderts aufgezeigt und diskutiert.

Christi Himmelfahrt, Donnerstag 30.05.2019, 15 Uhr

Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern. Foto Gunther Balzer, Kaiserslautern © mpk
Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern. Foto Gunther Balzer, Kaiserslautern © mpk

Führung am Feiertag in der Sammlung
„Highlights der Sammlung"
Barfin Habash

Das Museums Pfalzgalerie Kaiserslautern, 1874 als Gewerbemuseum gegründet, ist heute geprägt durch eine gelungene moderne Museumsgestaltung. Den hochkarätigen Gemälden und Skulpturen des 19. bis 21. Jahrhunderts sind Werke des Kunstgewerbes, wie etwa Möbel, Porzellan oder Glas, aus den jeweiligen Epochen zur Seite gestellt. Begleiten Sie uns auf einer Reise durch das Museum, erfahren Sie mehr über die Architektur des Hauses, die Geschichte seiner Sammlung, und herausragender Kunstwerke.

 

 

Dienstag, 28.05.2019, 18 Uhr

Frank Stella, Untitled (Playskool Hose), 1984, Relief aus Metallteilen, z.T. bemalt, Gartenschlauch, 138,5 x 91,4 x 48,3 cm, Privatsammlung, Dauerleihgabe an das mpk, Foto: Eric Jobs, Bochum © VG Bildkunst, 2019
Frank Stella, Untitled (Playskool Hose), 1984, Relief aus Metallteilen, z.T. bemalt, Gartenschlauch, 138,5 x 91,4 x 48,3 cm, Privatsammlung, Dauerleihgabe an das mpk, Foto: Eric Jobs, Bochum © VG Bildkunst, 2019

„Ist das Kunst oder kann das weg?"
Gespräch in der Sammlung
Dr. Svenja Kriebel M.A.

Nicht jedes Kunstwerk findet die Begeisterung die ein Gemälde von Rembrandt oder Caspar David Friedrich hervorruft. Seit den Zeiten der Dada-Bewegung irritieren Künstler und verunsichern ihr Publikum durch die freie Wahl ihrer Materialien und deren Anwendung innerhalb ihrer Werke. Die dahinter steckenden Überlegungen und Absichten verführen nicht mit delikater oder auch gekonnter „Kunstfertigkeit" sondern brüskieren und provozieren nicht selten, fordern eine eigene Wahrnehmung. Die Badewanne von Joseph Beuys, eigentlich ein Kunstobjekt „Ohne Titel", ist hier ein gleichermaßen prominentes wie beredtes Beispiel. Hinter allem eine Bedeutung zu sehen, hat für den literarischen Bereich 1993 Hape Kerkeling mit „Hurz" treffend aufs Korn genommen. An diesem Dienstagabend stehen besonders die Werke der Sammlung im Fokus, deren Sprache nicht gleich - und vielleicht auch nicht leicht - zu entschlüsseln ist. Vor allem, wenn Müll und Schrott Einzug in hehre Kunst erhält, geht die Frage besonders leicht über die Lippen: Ist das Kunst oder kann das weg?

 

Maifeiertag, 01.05.2019, 15 Uhr

Abb. Heike Negenborn, Net Scape 2, 2015-18. Foto und © Künstlerin
Heike Negenborn, Net Scape 2, 2015-18. Foto und © Künstlerin

Führung am Feiertag in der Ausstellung „Pfalzpreis"
„Heike Negenborn"
Dr. Claudia Gross

Die mit dem Pfalzpreis für Malerei 2018 ausgezeichneten Bilder der Werkreihe großer Überblickslandschaften mit dem Titel „Net-Scapes – Landschaft im Wandel" sind die aktuellsten Arbeiten der Künstlerin Heike Negenborn. In ihren Bildern wird die Landschaft zur Staffage und als Konstrukt dargestellt. Es ist nicht die ursprüngliche naturbelassene Landschaft, sondern eine Kulturlandschaft, die ihre Gestalt nicht den Naturgewalten, sondern der rationalen menschlichen Planung verdankt.

 

Dienstag, 30.04.2019, 18 Uhr

Frank Stella, Untitled (Playskool Hose), 1984, Relief aus Metallteilen, z.T. bemalt, Gartenschlauch, 138,5 x 91,4 x 48,3 cm, Privatsammlung, Dauerleihgabe an das mpk, Foto: Eric Jobs, Bochum © VG Bildkunst, 2019
Frank Stella, Untitled (Playskool Hose), 1984, Relief aus Metallteilen, z.T. bemalt, Gartenschlauch, 138,5 x 91,4 x 48,3 cm, Privatsammlung, Dauerleihgabe an das mpk, Foto: Eric Jobs, Bochum © VG Bildkunst, 2019

„Persönliche Highlights"
Gespräch in der Sammlung
Jessica Neugebauer M.A.

Wie sehen die persönlichen Highlights einer Museumsmitarbeiterin aus, die in den letzten zwei Jahren die Sammlung des Museums Pfalzgalerie intensiv kennen gelernt hat? Aus welchen Gründen sind dies ihre Lieblingswerke? Seien Sie bei diesem Rundgang durch die verschiedenen Epochen, die das mpk zu bieten hat, dabei und gehen Sie mit einem neuen Blick auf die Kunstwerke nach Hause. Die Bandbreite reicht von Carl Spitzweg über Hermann Scherer bis zu Frank Stella und Walter Moroder.

 

 

Dienstag, 23.04.2019, 18 Uhr

Nicole Heinzel, #2/131, 2011, Öl auf Leinwand, Foto: Gunther Balzer © Privatsammlung Berlin
Nicole Heinzel, #2/131, 2011, Öl auf Leinwand, Foto: Gunther Balzer © Privatsammlung Berlin

„I feel blue – Farbpsychologie und –wirkung"
Gespräch in der Ausstellung „Labyrinth der Farben."
Sabrina Wilkin M.A.

Im Jahr 1947 entwickelte der Schweizer Psychologe und Philosoph Max Lüscher einen Persönlichkeitstest. Anhand der Auswahl von Farben im Zusammenhang mit verschiedenen Fragen werden psychologisch relevante Charaktereigenschaften der Probanden bestimmt. Farbpsychologie spielt auch in der heutigen Gesellschaft eine große Rolle. Versteht man Farben und ihre Wirkung, versteht man es auch, eine bestimmte Atmosphäre zu erzeugen. Wie verschiedene Künstler die Macht der Farben nutzen steht im Fokus des gemeinsamen Rundgangs. Wählt man ein Blau-Grün beim sogenannten „Lüscher-Test", so kann daraus ein gewisses Selbstvertrauen abgeleitet werden, während bei der Wahl von Grau oder Schwarz eine Störung im Persönlichkeitsbild angenommen wird. Wie viel Wahrheit in dieser Art der Farbpsychologie steckt, kann in der Ausstellung getestet werden: Macht Rot uns tatsächlich aggressiv, werden wir bei Blau ruhiger und hemmt Braun wirklich unsere Kreativität? Finden Sie es heraus.

 

Ostermontag, 22.04.2019, 15.30 Uhr

Friedrich Vordemberge-Gildewart: Composition Nr. 189, 1952, Öl/Lw., 50 x 70 cm, Foto: Jörg Heieck, Kaiserslautern © Stiftung Vordemberge-Gildewart, Rapperswil / Schweiz
Friedrich Vordemberge-Gildewart: Composition Nr. 189, 1952, Öl/Lw., 50 x 70 cm, Foto: Jörg Heieck, Kaiserslautern © Stiftung Vordemberge-Gildewart, Rapperswil / Schweiz

(Familien-)Führung am Feiertag
mit Special zu „Violett und Lila"
ACHTUNG: 15.30 Uhr
N.N

Violett oder Lila? Bezeichnen die Farbnamen eigentlich auch zwei Farbtöne? Im „Labyrinth der Farben" stehen zwei Gemälde Pate für diese beiden, in der Regel eher unbeliebten Farben. Und manche streiten, ob es tatsächlich Lila ist. Womit das zusammenhängt und mit welcher Wirkung die Farben hier kombiniert sind, ist unter anderem Thema der interaktiven (Familien-) Führung.

Die Gemälde erzählen zunächst wenig. Auf den ersten Blick gibt es nichts, mit dem man eine Geschichte verbinden könnte, Tiere oder eine Landschaft fehlen. Stattdessen sind einfache geometrische Formen auf einem monochromen, einfarbigen lila oder doch eher violetten (?) Grund zu finden. Langweilig? Keineswegs, denn es ist mit den Bildern ähnlich spannend wie mit dem Seestern „Piaster ochraceus" – es ist eines der wenigen Tiere, die im Wasser bis in Tiefen von bis zu 60 Metern noch zu sehen sind. Kein anderer gefärbter Wasserbewohner schafft das, das ist die Magie von Lila? Nein, Violett!

 

Ostersonntag, 21.04.2019, 15 Uhr

Rudolf Belling, Skulptur 23, 1923, Messing, gegossen, Foto und © mpk
Rudolf Belling, Skulptur 23, 1923, Messing, gegossen, Foto und © mpk

Führung am Feiertag in der Sammlung
„Seltsame Köpfe"
Yolanda Guastaferro

Die Augen eines Menschen sind der Spiegel seiner Seele, so ein bekanntes Sprichwort. Als wichtiges Gesichtsmerkmal spielen sie für den Ausdruck einer Person eine bedeutende Rolle. Daher legen Künstler bei der Fertigung eines Porträts oder einer Büste besonderen Wert auf die Gestaltung von Mimik und Gesichtszügen. Ob abstrakt oder naturalistisch, viele unterschiedliche Köpfe erwarten Sie bei unserem Rundgang.

 

Sonntag, 14.04.2019, 11 Uhr

Theodor Pixis, Bildnis Hofrat Joseph Benzino, 1881, Öl auf Leinwand, Foto und © mpk
Theodor Pixis, Bildnis Hofrat Joseph Benzino, 1881, Öl auf Leinwand, Foto und © mpk

„Die Sammlung Joseph Benzino"
Gespräch in der Sammlung
Fabian Knöbl

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam durch eine großzügige Schenkung des Hofrats Joseph Benzino dessen umfangreiche Gemäldesammlung in den Besitz des Museums. 1874 als Gewerbemuseum gegründet, entwickelte sich das mpk durch diese Schenkung schrittweise zu dem angesehenen Kunstmuseum, das es heute ist.

Durch die vielfachen Kontakte Joseph Benzinos in die Münchner Kunstszene war er in der Lage, eine eindrucksvolle Gemäldesammlung aufzubauen, die vielfach öffentliches Ansehen genoss. Heute sind ausgewählte Werke, die im Jahre 1903 nach Kaiserslautern gelangten, in der Dauerausstellung des mpk zu bewundern.

Am 11.04.2019 jährt sich der 200. Geburtstag des Hofrats Benzino. Aus diesem Anlass widmet sich das Gespräch seiner Kunstsammlung.

 

Sonntag, 24.03.2019, 11 Uhr

Josef Albers, Prefatio, 1942, Lithografie, 48,5 x 60 cm, Foto: Jörg Heieck, © VG Bild-Kunst Bonn 2019
Josef Albers, Prefatio, 1942, Lithografie, 48,5 x 60 cm, Foto: Jörg Heieck, © VG Bild-Kunst Bonn 2019

„Starke Kontraste?"
Gespräch in der Ausstellung „Zwischen Schwarz und Weiß – Bestandsprobe V"
Dr. Claudia Gross

Besonders starke Kontraste sind in der Ausstellung Zwischen Schwarz auf Weiß zu finden. Sei es der Hell-Dunkel-Kontrast im Nebeneinander von Weiß und Schwarz oder aber das Gegenüber in den künstlerischen Positionen, gerade was das konkrete Bildmittel Linie betrifft. An ausgewählten Werken etwa von Josef Albers, Ludwig Wilding und Michael Kidner geht die Führung diesen Fragen auf den Grund.

 

 

Sonntag, 17.03.2019, 11 Uhr

Abb.: Buchrücken der Filmtagebücher von Myriam Wagner, Carina Wolf, Angelika Draht, Lena Meyerhoft, Elisabeth Birnstein, 2016. Foto und © Susan Chales de Beaulieu
Buchrücken der Filmtagebücher von Myriam Wagner, Carina Wolf, Angelika Draht, Lena Meyerhoft, Elisabeth Birnstein, 2016. Foto und © Susan Chales de Beaulieu

Gespräch zur Sonderausstellung „15 Filmtagebücher – Ergebnisse des Projektes 28 Stunden Film"
mit der hamburger Filmemacherin Susan Chales de Beaulieu und Dr. Svenja Kriebel M.A

Zu guter Letzt bietet sich die Gelegenheit, fünfzehn außergewöhnliche Filmtagebücher des Hochschulprojektes 28 Stunden Film zu sehen und dabei zugleich facettenreich dem Thema Raum zu begegnen: Raum in der Filmkunst, in der Buchkunst sowie in der gelungenen Umsetzung der Ausstellung. Die von der in Hamburg lebenden Filmemacherin Susan Chales de Beaulieu kuratierte Schau legt eine sensible Anleitung offen, mittels der Analyse von 12 herausragenden Werken der Filmgeschichte Raum neu zu denken. Fünfzehn Masterstudentinnen der Innenarchitektur entwickelten daraus eigene Ideen und ließen diese in persönliche Tagebücher münden. Es sind beeindruckende Ergebnisse feinsinniger Wahrnehmung, die ein offenes Vorgehen mit Texten, Zeichnungen, Aquarellen und dreidimensionalen Eingriffen in ihren Büchern offenlegen und somit auch die Filme auf eigene Weise interpretieren.

 

Dienstag, 26.02.2019, 18 Uhr

Michael Kidner, Wave Multiple, 1965-70. Foto: Andreas Kusch, mpk © The Estate of Michael Kidner, courtesy Flowers Gallery, London / New York
Michael Kidner, Wave Multiple, 1965-70. Foto: Andreas Kusch, mpk © The Estate of Michael Kidner, courtesy Flowers Gallery, London / New York

„Neu entdeckt"
Gespräch in der Ausstellung „Zwischen Schwarz und Weiß – Bestandsprobe V"
Jessica Neugebauer M.A.

„Bestandsprobe V" versammelt Werke aus der Sammlung des Museums Pfalzgalerie Kaiserslautern, die auf ihre farbliche Qualität hin untersucht werden. Wir zeigen Werke, deren Erscheinungsbild durch die sogenannten „unbunten" Farben charakterisiert sind. Dabei werden vor allem Neuzugänge des letzten Jahres vorgestellt, die zum ersten Mal gezeigt werden. Auch ältere Erwerbungen des Museums können im Kontext von schwarz, weiß und grau „neu entdeckt" werden.

 

 

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