Gespräche

Dienstag, 27.10.2020, 18 Uhr

Abb.: Bernard Descamps, Islande, 2012, Fotografie, © Bernard Descamps
Abb.: Bernard Descamps, Islande, 2012, Fotografie, © Bernard Descamps

de natura, "Licht und Bewegung in den Landschaftsbildern von Descamps, Lang und Wiora"
Dr. Sören Fischer

Herzlich willkommen in den Bildwelten von Bernard Descamps, Peter Lang und Melanie Wiora! Ihre Werke rücken Naturausschnitte und raue Oberflächentexturen ins Bild. Sie beschreiben vergängliche, kurzlebige Muster in der Natur, beispielsweise Vogelformationen, karge Schneefelder auf Island, das Polarlicht oder den Ausbruch des isländischen Geysirs Strokkur in extremer Verlangsamung. Der Mensch ist stets abwesend. Die Bilder wirken still – auf den ersten Blick. Dann aber erkennt man, wie Landschaftsstrukturen Bewegungen erzeugen, wie Licht in großer Gelöstheit den Bildraum bestimmt. Island steht im Zentrum, nicht nur im übertragenen Sinne. Gerade auch die Landschaftsfotografien des Pariser Künstlers Bernard Descamps – er stellt erstmals im Museum Pfalzgalerie aus – widmen sich intensiv der isländischen Natur und lassen ungeahnte Schönheit, auch eiskalte Erhabenheit, im Detail, entdecken.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Daher bitten wir um vorherige telefonische Anmeldung unter: 0631-3647-205
Derzeit ist ein Besuch des Museums lediglich unter Einhaltung der ausgehängten Hygienemaßnahmen (Tragen von Mund-Nasenschutz und Einhaltung der Abstandregeln) möglich.

 

Sonntag, 01.11.2020, 15:00 – 16:00 Uhr

Abb.: Bernard Descamps, Islande, 2012, Fotografie, © Bernard Descamps
Abb.: Bernard Descamps, Islande, 2012, Fotografie, © Bernard Descamps

Zu guter Letzt
"de natura", "Kuratorenführung Teil 1 & 2: Ein letzter Blick auf Island"
Dr. Sören Fischer und Jacqueline Michelle Rhein M.A.

Das Wasser brodelt und kocht, bäumt sich auf und schießt mehrere Meter hoch. Wenige Schritte daneben befinden sich Berge und Gletscher, während an anderer Stelle Lichtspiele des Himmels zu sehen sind. Was sich wie eine Beschreibung für ein fremdes Land lesen lässt, fasst in Wahrheit künstlerische Bildwelten in mehreren Ausstellungsräumen zusammen. Unter dem Thema „de natura" („über die Natur") präsentierte das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern drei Sonderausstellungen. Die Kuratoren Dr. Sören Fischer und Jacqueline Michelle Rhein M.A. laden Interessierte zu einem medienübergreifenden Rundgang durch die Ausstellungen ein und werfen einen letzten Blick auf Island.

Führungsbeginn jeweils um 15:00 und 15:30 Uhr, mit vorheriger telefonischer Anmeldung unter: 0631-3647-205, Teilnehmerzahl begrenzt

 

Dienstag, 03.11.2020, 18 Uhr

Adolf Luther, Fokussierender Raum, 1968, Installation, Detail, 41 Hohlspiegel, 200 x 200 cm, Foto: Adolf-Luther-Stiftung Krefeld, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, www.bildkunst.de
Adolf Luther, Fokussierender Raum, 1968, Installation, Detail, 41 Hohlspiegel, 200 x 200 cm, Foto: Adolf-Luther-Stiftung Krefeld, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, www.bildkunst.de

„Adolf Luther – Licht und Materie", Gespräch in der Sonderausstellung „Lichtblicke"
mit Kuratorin Dr. Annette Reich

Als führender Vertreter der konzeptuellen Lichtkunst gehörte Adolf Luther der Nachkriegsavantgarde an. Sein künstlerisches Ziel, die Immaterialität des Lichts im Raum sichtbar zu machen, verfolgte er konsequent in unterschiedlichen skulpturalen und installativen Werkgruppen. 1968 konzipierte Luther den »Fokussierenden Raum« als eine »immaterielle, vergängliche, energetische Plastik«, wie er selbst sagte. Die Installation veranschaulicht auf eindrucksvolle Art und Weise Luthers These, dass der Raum nicht leer, sondern voller Licht sei. Das Sichtbarwerden von Licht und Materie bedingt sich wechselseitig. So wie Materie nicht ohne Licht erkennbar ist, kann Licht nicht ohne Materie sichtbar werden.

Mit vorheriger telefonischer Anmeldung unter: 0631-3647-205, Teilnehmerzahl begrenzt.

www.bildkunst.de

Vergangene Ausgaben

Sonntag, 18.10.2020, 11 Uhr

Portrait von Adolf Luther, 1976, Foto auf Duraklar, Glasstreifen, Planspiegel, Glas, Plexiglas, Holz, 51, 5 x 47, 5 cm, Adolf-Luther-Stiftung, Krefeld, Foto: M. Schneider,  mpk, Kaiserslautern © VG Bild-Kunst,  Bonn 2020, www.bildkunst.de
Portrait von Adolf Luther, 1976, Foto auf Duraklar, Glasstreifen, Planspiegel, Glas, Plexiglas, Holz, 51, 5 x 47, 5 cm, Adolf-Luther-Stiftung, Krefeld, Foto: M. Schneider, mpk, Kaiserslautern © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, www.bildkunst.de

Gespräch
"Lichtblicke – Adolf Luther und Künstlerfreunde"
Dr. Claudia Gross

In einer spannungsvollen Präsentation sind Luthers Werke mit solchen von befreundeten Künstlern wie Christo, Lucio Fontana, Yves Klein, Piero Manzoni, Takis, Antoni Tàpies, Günther Uecker und anderen als wegweisende Positionen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu erleben. Luthers künstlerische Interessen und Anstöße zu eigenen Entwicklungen werden so in der Ausstellung in einem erweiterten Blickfeld anschaulich.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Daher bitten wir um vorherige telefonische Anmeldung unter: 0631-3647-205
Derzeit ist ein Besuch des Museums lediglich unter Einhaltung der ausgehängten Hygienemaßnahmen (Tragen von Mund-Nasenschutz und Einhaltung der Abstandregeln) möglich.

www.bildkunst.de

Dienstag, 18.02.2020, 18 Uhr

Karl Millner, Der Hechtsee bei Oberaudorf, Inv.-Nr. BST 63, mpk, Foto und © mpk
Karl Millner, Der Hechtsee bei Oberaudorf, Inv.-Nr. BST 63, mpk, Foto und © mpk

Dauerausstellung
„Figur und Landschaft"
Dr. Sören Fischer

Das Museum Pfalzgalerie zeigt in seiner Dauerausstellung verschiedene, sehr eindrückliche Landschaftsgemälde des 19. Jahrhunderts. Gerade in der Landschaftsmalerei ist die Beziehung zwischen Mensch und Natur ist ein wichtiges Thema. Menschen verleihen der Natur Dimension, Lebendigkeit, Geschichten. Wenn beispielsweise, wie in Karl Millners Gemälde „Der Hechtsee bei Oberaudorf" (1867), winzige Figuren vor einer massiven Alpenkette erscheinen, führt das die übermenschliche Erhabenheit der Natur sinnbildhaft vor Augen. Dann wieder wird die Landschaft zum idealisierten Idyll von italienischen Dorfbewohnern oder zum Rastplatz von Ross und Reiter. Das Kunstgespräch lädt ein, die Beziehung von Mensch und (Um)Welt in der Malerei einmal näher zu betrachten.

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