KUNST(früh)STÜCK, Kunst und Kulinarisches

An jedem letzten Sonntag im Monat, um 11 Uhr, laden wir Sie zu unserer Reihe KUNST(früh)STÜCK ins mpk ein. Freuen Sie sich auf einen besonderen Kunstgenuss. Das gemeinsame Betrachten von Werken in der Ständigen Sammlung oder in einer der aktuellen Sonderausstellungen aktiviert die Sinne und schärft die Wahrnehmung. Ein vielseitiges Buffet im Anschluss spricht nicht nur die Augen, sondern auch den Gaumen an.

Reservieren Sie sich aufgrund der großen Nachfrage bitte frühzeitig einen Platz. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter info@mpk.bv-pfalz.de verbindlich bestellt werden. Bis zu einem festgesetzten Termin, den wir Ihnen mitteilen, muss der Eintrittspreis auf unserem Konto eingegangen sein, andernfalls verfällt ihre Anmeldung.

 

Vergangene Ausgaben

Sonntag, 25.11.2018, 11 Uhr und 17 Uhr

Nobuyuki Tanaka, FLOW V, 2018, Lack auf Hanf, 248 x 34 x 24 cm, Foto: Tadasu Yamamoto, © Nobuyuki Tanaka
Nobuyuki Tanaka, FLOW V, 2018, Lack auf Hanf, 248 x 34 x 24 cm, Foto: Tadasu Yamamoto, © Nobuyuki Tanaka

Doppel KUNST(früh/spät)STÜCK
ganz im Zeichen Japans – Kunst und Kulinarisches
Dr. Annette Reich, Japanischer Garten Kaiserslautern e.V.

Als herausragender Repräsentant und Wegbereiter des Gebrauchs von Lack in der Gegenwartskunst verwendet Nobuyuki Tanaka das Material meist in poliertem Tiefschwarz, zum Teil auch in intensivem Rot für seine großformatigen Skulpturen. So entstehen abstrakte Werke mit lebendig geschwungenen, meist glänzenden Oberflächen von großer Ausstrahlungskraft und Tiefe.

Um 11 Uhr stellt Kuratorin Dr. Annette Reich in einem Rundgang durch die Sonderausstellung „Nobuyuki Tanaka – Urformen“ das eindrucksvolle Œuvre eines der wichtigsten zeitgenössischen Lackkünstler Japans vor. Im Anschluss lädt ein „Buranchi“ (Japanischer Brunch) die Gäste auf eine kulinarische Reise nach Japan ein. Ein Spaziergang durch den Japanischen Garten bei entsprechendem Wetter und ein Besuch des Teehauses mit Erläuterungen beschließt das KUNST(früh)STÜCK.

Am späten Nachmittag, um 17 Uhr, findet dann im Rahmen eines KUNST(spät)STÜCKs eine Sake-Verkostung im mpk statt. Das Wort sake bezeichnet im Japanischen jede Art von Alkoholika. Im engeren Sinne meint es jedoch das traditionelle Reisgetränk. Es können verschiedene Sorten probiert werden und darüber hinaus erfahren die Besucher einiges zur Geschichte, Herstellung und Bedeutung des profanen und sakralen Trankes.

Beide Veranstaltungen finden in Kooperation mit dem Japanischen Garten Kaiserslautern e.V. statt.

Preise:
Einzelticket: Erwachsene 19 €, Kinder 9 € (ohne Sake-Verkostung), Familie (2 Erw. mit 2 Kindern bis 12 J.) 39 €; Kombiticket: Erwachsene 35 €, Kinder 15 € (ohne Sake-Verkostung), Familie (2 Erw. mit 2 Kindern bis 12 J.) 74 €.

Anmeldemodalitäten:
Eine Anmeldung ist erforderlich bis spätestens Donnerstag, 15.11.2018.
Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter info@mpk.bv-pfalz.de bzw. telefonisch (0631 36 47 -201) verbindlich bestellt werden.



Sonntag, 28.10.2018, 11 Uhr (Ende Sommerzeit!)

Nobuyuki Tanaka, Imaginary Skin III, 2016 & Imaginary Skin II, 2016. Foto Andreas Kusch, Kaiserslautern © Nobuyuki Tanaka
Nobuyuki Tanaka, Imaginary Skin III, 2016 & Imaginary Skin II, 2016. Foto Andreas Kusch, Kaiserslautern © Nobuyuki Tanaka

„Wasabi zum Frühstück“ – Japanische Literatur
Lesung mit Katja Schleithauer und Morphy Burkhart, Buchhandlung Blaue Blume, Kaiserslautern

„Wasabi zum Frühstück“ heißt ein Erzählband der im Westen bislang nahezu unbekannten Schriftstellerin, Kunstmalerin und Essayistin Fumiko Kometani (geb. 1930). Seit 1960 lebt die „amerikaniserte“ Japanerin in Südkalifornien, hält sich aber in regelmäßigen Abständen in ihrem Heimatland auf. Ihre und weitere Texte von zeitgenössischen japanischen Autoren sind Gegenstand des KUNST(früh)STÜCKs im Oktober. Katja Scheithauer und Morphy Burkhart von der Buchhandlung „Blaue Blume“ in Kaiserslautern lesen Passagen literarischer Werke, die sich mit ganz unterschiedlichen Stoffen auseinandersetzen und unter anderem Einblicke in die japanische Denk- und Lebensweise gewähren. Ein Büchertisch zur Veranstaltung gibt die Möglichkeit zu schmökern.

Im Anschluss an die Lesung gibt es ein Frühstücksbuffet. Die Gäste sind zum Verweilen und zum gedanklichen Austausch eingeladen.

Preise:
Erwachsene 15 €, Kinder 6 €, Familien (2 Erw. mit 2 Kindern bis 12 J.) 35 €
(Preise inkl. Eintritt)

Anmeldemodalitäten:
Eine Anmeldung ist erforderlich bis spätestens Donnerstag, 18.10.2018.
Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter info@mpk.bv-pfalz.de bzw. telefonisch (0631 36 47 -201) verbindlich bestellt werden.

 

 



Sonntag, 30.09.2018, 11 Uhr

Heike Negenborn, Net-Scape 2 - Landschaft im Wandel, 2015/2018, Acryl und Mischtechnik auf Leinwand, 130 x 155 x 4 cm. Foto und © Heike Negenborn
Heike Negenborn, Net-Scape 2 - Landschaft im Wandel, 2015/2018, Acryl und Mischtechnik auf Leinwand, 130 x 155 x 4 cm. Foto und © Heike Negenborn

„Pfälzer Künstler(gespräch) aktuell“ mit Heike Negenborn & Regina Reim in der Ausstellung „Pfalzpreis Malerei“
Moderation: Dr. Annette Reich

Der Bezirksverband Pfalz schreibt alle zwei Jahre den Pfalzpreis für Bildende Kunst aus. Dieses Jahr werden der Hauptpreis und der Nachwuchspreis in der Sparte Malerei vergeben. Unter den 21 von einer Fachjury ausgewählten Künstlern, befinden sich Heike Negenborn und Regina Reim, die mit Ihren Arbeiten in der Ausstellung vertreten sind. Zwei sehr unterschiedliche malerische Positionen stehen somit im Mittelpunkt des Künstlergespräches. Die Leiterin der Gemälde- und Skulpturensammlung des mpk, Dr. Annette Reich, hat Heike Negenborn und Regina Reim eingeladen, um einen gemeinsamen ausschnitthaften Blick auf das gegenwärtige Kunstschaffen in der Pfalz zu werfen.

Heike Negenborn (* 1964 in Bad Neuenahr-Ahrweiler - lebt in Windesheim) widmet sich in ihren schwarz-weiß-grauen Gemälden dem Spannungsfeld zwischen Natur- und Kulturlandschaft. Basierend auf einer präzisen Beobachtung und Analyse der Natur konstruiert Negenborn mittels eines Rasters weite, menschenleere Landschaften mit meist tiefliegenden Horizonten, die sich zwischen Realität und Fiktion bewegen.

Regina Reim (*1965 in Dahn - lebt in Speyer) setzt mit ihren filigranen Cutouts farbige Akzente. Indem sie auf Leinwand gemalte Bilder mit dem Skalpell ausschneidet und als Collagen arrangiert, entstehen abstrakte Wandobjekte, die große Experimentierfreude und einen spielerischen Umgang mit dem Material widerspiegeln.

Im Anschluss an das Künstlergespräch gibt es ein Frühstücksbuffet. Die Gäste sind zum Verweilen und zum gedanklichen Austausch eingeladen.

Preise:
Erwachsene 15 €, Kinder 6 €, Familien (2 Erw. mit 2 Kindern bis 12 J.) 35 €
(Preise inkl. Eintritt)

Anmeldemodalitäten:
Eine Anmeldung ist erforderlich bis spätestens Donnerstag, 20.09.2018.
Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter info@mpk.bv-pfalz.de bzw. telefonisch (0631 36 47 -201) verbindlich bestellt werden.





Sonntag, 26.08.2018, 17 Uhr

KUNST(spät)STÜCK

BAD BOY OF MUSIC – Hommage an George Antheil
Konzert zur Ausstellung „Hofmanns Wege“

Kai Schumacher (Piano)
Mari Kitamoto (Violine)
Friedemann Pardall (Violoncello)
Johannes Pardall (Moderation/Viola)


Kai Schumacher gehört zu den vielseitigsten Vertretern der zeitgenössischen Musikszene. Der „Punk Pianist“ (BR-Klassik) verwischt in seinen Konzerten die Grenzen von klassischer Avantgarde und Popkultur, ohne dabei in ausgetretenen Crossover-Pfaden stecken zu bleiben. Seine Debut-CD wurde von der Zeitschrift Fono Forum als „pianistische Sensation“ gefeiert und als CD des Monats ausgezeichnet. Gemeinsam mit Mari Kitamoto sowie Johannes und Friedemann Pardall widmet er sich in einem KUNST(spät)STÜCK den in den 1920er- und 1930er-Jahren entstandenen Klavier- und Kammermusikwerken der amerikanischen Futuristen George Antheil (1900-1958), Henry Cowell (1897-1965) und Leo Ornstein (1892-2002), begleitet von Auszügen aus Antheils Autobiographie „Bad Boy of Music“.

In dieser Zeit vielfältiger avantgardistischer Tendenzen schuf Hans Hofmann (1880-1966), der zu den bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts zählt, ein bislang weitgehend unbekanntes zeichnerisches Œuvre. Das mpk zeigt repräsentative Beispiele dieser frühen Zeichnungen. Konzert und Ausstellung beleuchten diese Epoche des Auf- und Umbruchs.

Im Anschluss an das Konzert sorgt ein Buffet, das der Tageszeit entsprechend „bespätstückt" ist, im Foyer des Museums für das leibliche Wohl. Hier können die Gäste in lockerer Atmosphäre miteinander ins Gespräch kommen sowie ihre Beobachtungen und Gedanken über Gehörtes und Gesehenes austauschen.

Die Veranstaltung ist eine Zusammenarbeit mit www.basurconcert.de und wird gefördert durch den Renate, Hans und Maria Hofmann Trust, New York sowie den „Kultursommer Rheinland Pfalz".



Sonntag, 29.07.2018, 11 Uhr

Abbas Kiarostami, Wall #2 (Fotografie aus der Serie The Walls), 2009/2010. Foto Courtesy Galerie de France, Paris © Nachlass Kiarostami
Abbas Kiarostami, Wall #2 (Fotografie aus der Serie The Walls), 2009/2010. Foto Courtesy Galerie de France, Paris © Nachlass Kiarostami

Rundgang in der Ausstellung „Abbas Kiarostami - Der Wind wird uns tragen" 
und Lesung der Lyrik von Abbas Kiarostami

mit Dr. Heinz Höfchen, dem Kurator der Ausstellung                                  
 
Abbas Kiarostami gehört zu den wichtigsten iranischen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern zeigt in einer konzentrierten Werkschau stille und bewegte Bilder des großen Fotografen, Lyrikers und Regisseurs. Natur und Mensch stehen im Mittelpunkt seines herausragenden Schaffens, das durchdrungen ist von der Poesie der Einsamkeit und monumentaler Leichtigkeit. Bekannt geworden als Filmregisseur von Filmen wie Der Wind wird uns tragen (1999) oder Like Someone in Love (2012), gilt Kiarostami als einer der großen Regisseure des Weltkinos. Neben seiner Filmkunst steht gleichbedeutend ein herausragendes fotografisches Schaffen, das es zu entdecken gilt. Besonders in der schwarz-weißen Fotoserie Snow White findet der Künstler zu einer poetisch geprägten, minimalistischen Auseinandersetzung mit Landschaften seiner persischen Heimat.

Das Lakonische der Bildsprache Kiarostamis findet sich auch in der Lyrik des Künstlers, die ihm selbst am allerwichtigsten war und in ihrer Verknappung an die japanische Gedichtform der Haikus erinnert. So spiegelt die Reduktion seiner Poesie ebenso die cineastische Arte Povera der Filme wie den Minimalismus seiner Fotografie.  Die wichtigsten der vielen Preise und Auszeichnungen des hochgeehrten Künstlers sind die Goldene Palme auf dem Filmfestival in Cannes (1997), der japanische Praemium Imperiale (2004) und die postume Wahl zum Asian Filmmaker of the Year (2016).

 



Sonntag, 24.06.2018, 11 Uhr

Hans Hofmann, Untitled, 1929, Tusche auf Papier, 26,7 x 34,3 cm, Foto: Kim Keever, © The Renate, Hans and Maria Hofmann Trust; ARS, New York,
Hans Hofmann, Untitled, 1929, Tusche auf Papier, 26,7 x 34,3 cm, Foto: Kim Keever, © The Renate, Hans and Maria Hofmann Trust; ARS, New York,

„Wilde Tochter der See", Lesung zu Hans Hofmanns zeichnerischem Frühwerk von und mit
Madeleine Giese, Autorin, Kaiserslautern
In der Sonderausstellung „Hofmanns Wege"

Hans Hofmann schuf 1929 eine Serie mit Ansichten von Saint-Tropez. Diese ist während eines Sommerkurses entstanden, den der Künstler für seine Studenten veranstaltet hat. Variantenreich nähert er sich dem Motiv. Punkte, Striche, dichte Schraffuren oder locker geschwungene Linien kennzeichnen die bis zur Expressivität gesteigerten Tuschezeichnungen.

„Das ist eine jener charmanten, schlichten und doch wilden Töchter des Meeres, eine jener bescheidenen kleinen Städte, die Seefahrer hervorbringen, im Wasser gewachsen wie eine Muschel, genährt von Fisch und Seemannslied". So beschrieb der Romancier Guy de Maupassant Saint-Tropez. Als Hans Hofmann in den Zwanzigern des 20. Jahrhunderts dort zeichnete, war das idyllische Fischernest längst eine Künstlerkolonie.  Matisse, Signac, Bonnard und Picasso hießen die Besucher. Aber so richtig mondän und rummelig, Synonym für den internationalen Jetset, das wurde Saint-Tropez erst in den Fünfzigern. Die Maler kamen des besonderen Lichts wegen an die Côte d‘Azur, wo das tiefe Blau des Meeres mit dem leuchtenden Blau des Himmels flirtet, nur getrennt durch die bunt gesprenkelte Küste als Anstandsdame.

Dieses KUNST(früh)STÜCK entführt literarisch an die legendäre, spektakuläre französische Riviera, die Côte d‘Azur, mit Reiseleitern wie eben Maupassant und seinem in Saint-Tropez entstandenen Roman „Auf See“ oder auch Erika und Klaus Mann, deren 1931 erschienenes „Buch von der Riviera“ noch heute für Fernweh sorgt, und zwar nach einem Küstenstrich, wo eben auch Hans Hofmanns zeichnerisches Œuvre so reich erblühen konnte.
 
Im Anschluss an die Lesung gibt es ein Frühstücksbuffet. Die Gäste sind zum Verweilen und zum gedanklichen Austausch eingeladen.

 



Sonntag, 27.05.2018, 11 Uhr

Hans Hofmann: Untitled, ca. 1927. Foto Kim Keever, © The Renate, Hans and Maria Hofmann Trust; ARS, New York, VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Hans Hofmann: Untitled, ca. 1927. Foto Kim Keever, © The Renate, Hans and Maria Hofmann Trust; ARS, New York, VG Bild-Kunst, Bonn 2018

„Linienführung" mit Kreativitätsübungen
Gespräch in der Sonderausstellung „Hofmanns Wege"
Andrea Löschnig M.A.

Zeichnungen sind für das räumliche Erfassen von Objekten oder Personen unerlässlich. Das Auge tastet gleichsam den abzubildenden Gegenstand ab, während die Hand die Umrisslinie auf das Papier bannt. Durch Strichstärken und Schraffuren können Schatten, Raum und Tiefe erzeugt werden. In Hans Hofmanns Frühwerk finden sich zahlreiche unterschiedliche Linien, die Köpfe, Körper oder Landschaften auf Papier zaubern. Doch was war vor der Zeichnung, vor dem deutlich gesetzten Strich? Im ZeichneLab erfahren es die Besucher selbst.

Sechs Stationen laden dazu ein, Erfahrungen mit Zeichenmaterial, Motiven und der eigenen Hand zu machen. Keine Perfektion oder genaue Abbildung sind das Ziel, sondern sich mit Spaß und Leichtigkeit der Zeichnung an sich zu nähern. Dies ist anhand verschiedener Wege möglich: zum Beispiel alleine mit der Spiegelbox oder gemeinsam bei einer Kreativitätsübung nach Zóltan Lábas.

Im Anschluss an ein Gespräch und die Zeichenübungen lädt ein Frühstücksbuffet die Gäste zum Verweilen ein. Dieses Kunstfrühstück ist auch für Familien geeignet.

 

Sonntag, 29.04.2018, 11 Uhr

Max Slevogt, Der Trifels, 1917, Öl auf Leinwand, mpk, Gemäldesammlung, Foto und © mpk
Max Slevogt, Der Trifels, 1917, Öl auf Leinwand, mpk, Gemäldesammlung, Foto und © mpk

„Die Burg Trifels – Malerisches Motiv im Pfälzer Wald"
Gespräch in der Sonderausstellung „Max Slevogt" mit Dr. Sabine Klapp, Direktorin des Instituts für Pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern, und Dr. Annette Reich, mpk

Die Burg Trifels, oberhalb der südpfälzischen Kleinstadt Annweiler gelegen und heute Wahrzeichen des Pfälzerwaldes, wurde im Jahr 1081 erstmalig erwähnt. Während der Stauferzeit unter Kaiser Barbarossa erlebte die Burg eine Zeit höfischer Prachtentfaltung und war, wenn auch mit Unterbrechungen, für 150 Jahre Aufbewahrungsort der Reichskleinodien Krone, Zepter und Reichsapfel. Hier saß der englische König Richard Löwenherz 1193 als Gefangener, ehe er für ein stattliches Lösegeld freigekauft wurde.
Immer wieder wählten Maler den Trifels als Motiv, so auch Max Slevogt. 1917 entstand sein repräsentatives Ölgemälde, mit dem er der Burg ein malerisches Denkmal setzte. In winterliches Licht getaucht, erhebt sie sich nahezu majestätisch in der Landschaft.
Zur Geschichte und zum heutigen Erscheinungsbild gibt es Interessantes über das einstige Zentrum kaiserlicher Macht und heute beliebte Ausflugsziel, zu erfahren.

Im Anschluss an das Gespräch lädt ein Frühstücksbuffet die Gäste zum Verweilen ein. Nach der kulinarischen Stärkung besteht die Möglichkeit, das ein oder andere Kunstwerk von Max Slevogt in der Sonderausstellung näher zu betrachten und einen Blick in den neu eingerichteten Slevogtsaal des Museums mit Malerei von Hans Purrmann, Albert Weisgerber und Oskar Moll zu werfen.

 

Sonntag, 25.03.2018, 11 Uhr (Beginn Sommerzeit)

Max Slevogt, Winterlandschaft bei Neukastel, 1927, Öl auf Leinwand, mpk, Gemäldesammlung, Foto und © mpk

„Aus Bayern in die Pfalz. Der Maler Max Slevogt"
Rundgang durch die Sonderausstellung „Max Slevogt"
mit Dr. Annette Reich

Porträts, Figuren, Still-Leben und Landschaften gehören zu Max Slevogts malerischem Werk. Die meisten seiner Landschaften sind in der Pfalz entstanden, in der Gegend um Landau, wo der Maler oberhalb des Dorfes Leinsweiler das Landgut Neukastel, Sommersitz der Familie, besaß. Eigentümer zuvor war sein Schwiegervater Dr. Peter Finkler, der als Architekt den achteckigen Turm mit Zinnen gebaut hatte. Am 8. Oktober 1868 im bayerischen Landshut geboren, kam Slevogt erstmals als junger Mann nach Neukastel, kannte jedoch die Gegend schon als Kind, da er bei seiner Tante in Landau gelegentlich die Ferien verbracht hatte. Der erste Besuch auf Neukastel fiel zeitlich etwa mit dem Beginn des Akademiestudiums in München seit 1885 zusammen. Bis 1901, der Übersiedlung nach Berlin, hat Slevogt Neukastel immer wieder besucht. Dort entstanden im Jahre 1931 auch seine letzten Pfälzer Landschaften. Ihre spätherbstliche Farbigkeit verweist auf den Abschied von einem erfüllten Leben. Max Slevogt starb am 20.9.1932 in Neukastel im Alter von fast 64 Jahren.

Der Rundgang durch die Ausstellung bietet die Möglichkeit, das vielfältige Werk Slevogts aus dem Bestand des mpk gemeinsam zu entdecken. Im Anschluss wartet ein Frühstück mit Weißwurst und Brezen auf die Besucher. Die Gäste können untereinander ins Gespräch kommen, gewonnene Eindrücke vertiefen und austauschen.

 

Sonntag, 25.02.2018, 11 Uhr

Malte Spohr, pw 2, 2016, Farb- und Bleistift auf Bütten, Galerie Inga Kondeyne, Berlin. Foto Markus Hawlik, Berlin © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

„Der Linie auf der Spur"
Rundgang in der Sonderausstellung „Malte Spohr – Aufzeichnungen. Arbeiten 1994 bis 2018"
Jessica Neugebauer M.A.


Malte Spohr überführt das Medium der Zeichnung ins 21. Jahrhundert. Er gilt als einer der wichtigen zeitgenössischen deutschen Zeichner und stellt im mpk rund 50 Werke aus, die zwischen 1994 und 2018 entstanden sind. In einem gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung sind wir Spohrs Linie auf der Spur. Zeilenartig bedeckt er seine meist kleinen Formate mit neben- und übereinander gereihten horizontalen Linien. Er bewegt sein Hilfsmittel – das Lineal – von oben links nach unten rechts; genauso wie im westlichen Kulturkreis ein Blatt mit Schrift gefüllt wird. Durch unterschiedliche Abstände, die Intensität und die Frequenz der Linien, entstehen Werke, die uns an Wolkenformationen, Wasserspiegelungen, Weltraumbilder oder Licht- und Schattenspiele erinnern.

Diese Verbindungen zu Naturphänomenen liegen in Spohrs Arbeitsprozess begründet. Angeregt wird er durch eigene Fotografien, die während seinen Spaziergängen verschiedene Lichtsituationen einfangen. In einem weiteren Schritt überträgt er die Fotografien auf den Computer und bereinigt deren Form. Anschließend entstehen seine präzisen Zeichnungen in einer von ihm selbst begrenzten Farbskala: Schwarz und Grau, sowie Blau und verschiedene Rot- und Brauntöne finden sich in seinen Werken.

Im Anschluss an den gemeinsamen Rundgang lädt ein Frühstücksbuffet die Museumsbesucher zum Verweilen ein. Die Gäste können untereinander ins Gespräch kommen, gewonnene Eindrücke vertiefen und austauschen.

 

Sonntag, 28.01.2018, 11 Uhr

Holzkästchen mit Geheimfächern, Ahorn gebeizt,  Süddeutschland 17. Jahrhundert.  Foto und © Schell Collection, Graz

Familienfrühstück
zur Ausstellung „Ohne Schlüssel und Schloss? Chancen und Risiken von Big Data"
Andrea Löschnig M.A. und Sabrina Noß M.A.

Jeder hat Geheimnisse: Erwachsene, Kinder, Familien, Länder ... Mit wem teilt man seine Geheimnisse? Wo versteckt man sie? In der Sonderausstellung „Ohne Schlüssel und Schloss? Chancen und Risiken von Big Data" vergleichen wir Verstecke in alten Möbelstücken, Verschlüsselungen durch Drehscheiben und Maschinen sowie Schlüssel und Schlösser mit heutigen Medien und Ihren Möglichkeiten der Verschlüsselung und des Versteckens. Danach gestalten Kinder und Erwachsen gemeinsam ein „Familienversteck"! Was da wohl hineinkommt?

Das anschließende Familienfrühstück bildet den Höhepunkt und gemeinsamen Ausklang im Museum.

Zurück