KUNST(früh)STÜCK, Kunst und Kulinarisches

An jedem letzten Sonntag im Monat, um 11 Uhr, laden wir Sie zu unserer Reihe KUNST(früh)STÜCK ins mpk ein. Freuen Sie sich auf einen besonderen Kunstgenuss. Das gemeinsame Betrachten von Werken in der Ständigen Sammlung oder in einer der aktuellen Sonderausstellungen aktiviert die Sinne und schärft die Wahrnehmung. Ein vielseitiges Buffet im Anschluss spricht nicht nur die Augen, sondern auch den Gaumen an.

Reservieren Sie sich aufgrund der großen Nachfrage bitte frühzeitig einen Platz. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter info@mpk.bv-pfalz.de verbindlich bestellt werden. Bis zu einem festgesetzten Termin, den wir Ihnen mitteilen, muss der Eintrittspreis auf unserem Konto eingegangen sein, andernfalls verfällt ihre Anmeldung.

 

Ankündigung

Abb.: Eva Jospin, Panorama (Detail), 2016, Karton: Rainer aus dem Kahmen © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Abb.: Eva Jospin, Panorama (Detail), 2016, Karton: Rainer aus dem Kahmen © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Sonntag, 27.10.2019, 11 Uhr (Ende Sommerzeit)
KUNST(früh)STÜCK
„Eva Jospin", Mythos Wald –
Impulse von Antje van Look und Stefanie Ofer, UNESCO Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen sowie Dr. Annette Reich, Anmeldung erforderlich bis Do., 17.10.2019

Sonntag, 24.11.2019, 11 Uhr
KUNST(früh)STÜCK
„Eva Jospin", Poetry-Film „Le pas de chat noir"
von Judith Röder, in Zusammenarbeit mit dem KunstRaum Westpfalz, Kaiserslautern, Dr. Annette Reich, Anmeldung erforderlich bis Do., 14.11.2019

 


Sonntag, 29. September 2019, 17 Uhr

Sandra Urba (Klavier), Friedemann Pardall (Violoncello), Mari Kitamoto (Violine), Johannes Pardall (Viola, Moderation), 
Foto und © Barbara Horn
Abb.: Sandra Urba (Klavier), Friedemann Pardall (Violoncello), Mari Kitamoto (Violine), Johannes Pardall (Viola, Moderation), 
Foto und © Barbara Horn

KUNST(spät)STÜCK:
150. Jubiläum
„wald/en", Ein musikalisch-literarischer Waldgang mit Mari Kitamoto (Violine), Johannes Pardall (Viola, Moderation), Friedemann Pardall (Violoncello) und Sandra Urba (Klavier)
im Rahmen der Sonderausstellung „Eva Jospin – Wald(t)räume"

Der Wald ist heimlich. Das Wort gehört zu jenen in unserer Sprache, in denen sich zugleich ihr Gegensatz verbirgt. Das Heimliche ist das Trauliche, das wohlgeborgene Zuhause, der Hort der Sicherheit. Es ist nicht minder das Verborgen-Heimliche und rückt in diesem Sinne an das Unheimliche heran.

Ernst Jüngers Worte sind eine sehr gute Beschreibung dessen, was sich zu der Deutschen ambivalenter Beziehung zu „ihrem" Wald in Musik und Literatur findet: die Konfrontation mit unseren Urängsten einerseits, schützendes Refugium andererseits. Ein Gegensatzpaar bilden auch der vom französischen Staatstheoretiker Montesquieu ausformulierte Gedanke, dass die Freiheit aus den Wäldern Germaniens stamme, und mit ihm auch das Aufrührerische. Auf der anderen Seite sah wiederum Elias Canetti darin das Massensymbol eines Heeres in aller Einförmigkeit, Dichte und Zahl. Nicht umsonst rief ein britischer Kontaktoffizier nach dem Zweiten Weltkrieg „Oh no, that's too much wood!, als ein Hamburger Buchhändler ihm vorgeschlagen hatte, Grimms Märchen in den Kanon der demokratisch unverdächtigen Bücher aufzunehmen.

Wenn also das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (der einzigen Großstadt, die inmitten des größten zusammenhängenden Waldgebiets Deutschlands beheimatet ist) die aus Kartonagen geschnittenen „Wälder" der französischen Künstlerin Eva Jospin ausstellt, liegt es nahe, sich diesem Thema einmal musikalisch-literarisch zu nähern.

Neben Robert Schumanns „Märchenerzählungen" stehen Leoš Janáčeks „Märchen", „Fratres" von Arvo Pärt sowie Arnold Schönbergs „Verklärte Nacht" in der Bearbeitung für Klaviertrio auf dem Programm, literaisch begleitet durch Ausschnitte aus dem „Waldgang" von Ernst Jünger, aus „Masse und Macht" von Elias Canetti und aus Henry David Thoreaus „Walden".

Das KUNST(spät)STÜCK findet im Großen Oberlichtsaal des Museums Pfalzgalerie statt. Nach dem anschließenden Buffet können sich die Gäste noch auf einen nächtlichen „Waldgang" durch Eva Jospins „Wald(t)räume" begeben.

Preise:

Kombiticket (Konzert und Buffet) 28,50 € (Schüler/Studenten 18,50 €)
Einzelticket (Konzert ohne Buffet) 17 € (Schüler/Studenten 7 €)
Anmeldemodalitäten:
Eine Anmeldung für Konzert und Buffet ist erforderlich bis spätestens Donnerstag, 19.09.2019.
Kombitickets sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter
info@mpk.bv-pfalz.de bzw. telefonisch (0631 36 47 -201) verbindlich bestellt werden.
Einzeltickets ausschließlich für das Konzert, ohne Buffet, können bis zum Konzerttag reserviert oder an der Abendkasse erworben werden.

Vergangene Termine

Sonntag, 28.07.2019, 11 Uhr

Abb.: Bettina Blohm, German Forest, 1997, Öl auf Leinwand, Foto: Gunther Balzer, Kaiserslautern @ mpk
Abb.: Bettina Blohm, German Forest, 1997, Öl auf Leinwand, Foto: Gunther Balzer, Kaiserslautern @ mpk

KUNST(früh)STÜCK, „Labyrinth der Farben"
Zu guter Letzt:
Farbtheorie und intuitive Empfindung

Führung im Rahmen der Sonderausstellung „Labyrinthder Farben" für Erwachsene mit Kuratorin Andrea Löschnig M.A.
E
xtra-Tour für Kinder

Bei einem Spaziergang durch das Labyrinth der Farben passieren wir das Bild „German Forrest" von Bettina Blohm: Ein Wald, ganz in Gelb auf tiefschwarzem Grund. Die Gegensätze des erfrischenden Gelb und des statischen Schwarz fesseln den Blick und wecken positive sowie negative Assoziationen. Gelb repräsentiert nach dem Schweizer Psychologen und Philosophen Max Lüscher das psychologische Grundbedürfnis, sich zu entfalten. Gelb ist das„Ausstrahlende"; Schwarz dagegen verbinden wir mit Tod, dem Nichts, der Dunkelheit.

Schwarz schafft Distanz und kann den optischen Eindruck von besonderer Tiefe entstehen lassen. Doch die Künstlerin Blohm verwendet die Farbe im Vordergrund, lässt ihre Bäume daraus erwachsen. Die dadurch entstehende Diskrepanz fesselt und zwingt zur Auseinandersetzung mit der Räumlichkeit im Bild.

Zeitgleich zum Rundgang für Erwachsene erforschen die Kinder mit einer eigenen Tour ausgewählte Stationen im „Labyrinth der Farben". Nach dem Ausstellungsbesuch lädt ein Frühstücksbuffet zur Stärkung und zum Verweilen ein. Kleine und große Gäste können in lockerer Atmosphäre miteinander ins Gespräch kommen, Beobachtungen und Gedanken austauschen und zum Abschluss vielleicht noch einmal die Ausstellung besichtigen.

Preise:
Erwachsene 15 €, Kinder 6 €,Familien (2 Erwachsene mit 2 Kindern bis 12 J.) 35 €
Nur Führung: 3 Euro

Anmeldemodalitäten:
Eine Anmeldung ist erforderlich bis spätestens Dienstag, 23.07.2019. Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter info@mpk.bv-pfalz.de oder telefonisch (0631 36 47 -201) verbindlich bestellt werden.

Sonntag, 23.06.2019, 11 Uhr

Abb.: Katharina Dück, Foto und © Anton Dück
Abb.: Katharina Dück, Foto und © Anton Dück

„Farbwellen",Lesung mit Dr. Katharina Dück,
Autorin und Sprachwissenschaftlerin, Heidelberg,
im Rahmen der Sonderausstellung „Labyrinth der Farben"

Dass eine Farbe Stimmung erzeugen, ja sogar beeinflussen kann,
ist nichts Neues. Dass sie unsere Erinnerungen beeinflussen
kann vielleicht schon. Nicht als ein Kontinuum erinnern wir
uns, sondern fragmentarisch und setzen unsere personale Identität im Hier und Jetzt so zusammen, dass wir ein
fließendes Ganzes ergeben. Wir erschaffen einen Fluss unserer Identität, in dessen Wellen sich Wahrnehmungen, Emotionen und Erlebnisse spiegeln und zahlreiche Farben
ineinanderfließen: Wir geben Gefühlen wie der Liebe oder einem Verlust eine Farbe und auch Erlebnisräumen wie unserer Kindheit; unsere Heimat hat eine Farbe so wie unser persönlicher Lieblingsort. Jeder hat einen ganz eigenen, individuellen Farbenfluss; nicht nur weil jeder die Wellen des Farbenspektrums anders sieht, sondern auch, weil er diesen Farben unterschiedliche Bedeutungen verleiht.

Diesen Phänomenen geht die Heidelberger Autorin und Sprachwissenschaftlerin Katharina Dück in ihrer Lesung „Farbwellen" auf den Grund und erforscht die Untiefen der persönlich literarischen Interpretation von Farben und Wellen. Sie entführt uns bei diesem KUNST(früh)STÜCK in die literarische Welt der Farbwellen – in die „schwarze Stadt", in der man für weißen Zucker und weißes Mehl ansteht, in die„grüne Heimat", wo sich „himbeerrote Tropfen einer heilen Zeit lösen", wo „Wunderaugen trotz einer Pfennigkindeit in Erinnerung an Kaugummiautomatenringe" angefüllt sind, und wo einem „braun-gelbe Stechblicke" folgen und wir „Leben aus glücklichen Fluten schöpfen" dürfen. Farbwellen werden sich „in tiefes Blau getränkte" Wortkaskaden stürzen und ihren Zuhörern „jenen Tropfen lassen, der sich in der Seele sammelt" – er fällt...

Im Anschluss an die Lesung gibt es ein Frühstücksbuffet. Die Gäste sind zum Verweilen und zum gedanklichen Austausch eingeladen.

Preise:

Erwachsene 20 €, Kinder 5 €, Familien (2 Erw. mit 2 Kindern bis 12 J.) 38 €; Lesung ohne Buffet 10 € (Preise inkl. Eintritt)

Anmeldemodalitäten:
Eine Anmeldung ist erforderlich bis spätestens Donnerstag, 13.06.2019.
Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter
info@mpk.bv-pfalz.de bzw. telefonisch (0631 36 47 -201) verbindlich bestellt werden..

 

 

Sonntag, 26.05.2019, 11 Uhr

Ditzner Twintett. Foto Frank Schindelbeck
Ditzner Twintett. Foto Frank Schindelbeck

Jazzmatinee
Ditzner Twintett

Mit Mississippi-Lehm am Schuh und Rhein-Kieseln in der Tasche...

Es ist alles drin: Die beiden Zwillinge Roland und Bernhard Vanecek sind klassisch ausgebildete Blechbläser und haben an der Musikhochschule Mannheim unter anderem bei Prof. Paul Schreckenberger ihren letzten Schliff erhalten. Das hält sie nicht davon ab, sich mit zeitgenössischer Musik zu beschäftigen – berühmt gemacht hat sie da ganz aktuell das neu erschienene Hörspiel „Räuber Hotzenplotz" des WDR. Ganz klar, dass die beiden Herren über kurz oder lang mit dem Filigran-Drummer und Ausnahmemusiker Erwin Ditzner (les primitifs, Netnar Tsinim , Cobody u.v.m.) zusammentreffen mussten. Ein aufs Minimum reduziertes Orchester ist entstanden und trifft mit seiner Spielfreude und spontanen Unmittelbarkeit beim Publikum zielgenau in Herz und Hirn. Eine unerhört-perfekte Symbiose von Symphonik und Jazz. Gängige Begriffe wie Rhythmusgruppe oder Lead-Instrument kann man beim Ditzner Twintett getrost vergessen: Hier musizieren Tuba, Posaune und Schlagzeug auf Ohrenhöhe miteinander, so wie ein Klaviertrio von Mozart !

Bernhard Vanecek...... Posaune, Harmonika
Roland Vanecek...........Tuba, Harmonika und Keytar
Erwin Ditzner...............Schlagzeug

Preise: Erwachsene 30 €, Musik ohne Buffet 20 € (Preise inkl. Eintritt)

Anmeldemodalitäten: Eine Anmeldung ist erforderlich bis spätestens Donnerstag, 16.05.2019. Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter info@mpk.bv-pfalz.de bzw. telefonisch (0631 36 47 -201) verbindlich bestellt werden.

 

 

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