KUNST(früh)STÜCK, Kunst und Kulinarisches

An jedem letzten Sonntag im Monat, um 11 Uhr, laden wir Sie zu unserer Reihe KUNST(früh)STÜCK ins mpk ein. Freuen Sie sich auf einen besonderen Kunstgenuss. Das gemeinsame Betrachten von Werken in der Ständigen Sammlung oder in einer der aktuellen Sonderausstellungen aktiviert die Sinne und schärft die Wahrnehmung. Ein vielseitiges Buffet im Anschluss spricht nicht nur die Augen, sondern auch den Gaumen an.

Reservieren Sie sich aufgrund der großen Nachfrage bitte frühzeitig einen Platz. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter info@mpk.bv-pfalz.de verbindlich bestellt werden. Bis zu einem festgesetzten Termin, den wir Ihnen mitteilen, muss der Eintrittspreis auf unserem Konto eingegangen sein, andernfalls verfällt ihre Anmeldung.

 

Sonntag, 26. Januar 2020, 11 Uhr

Abb.: Hans Purrmann, Kresse-Still-Leben mit Muscheln, 1923/1961, Öl auf Holz, 99 x 121 cm, Gemäldesammlung mpk, Foto: Gunther Balzer © Erbengemeinschaft nach Dr. Robert Purrmann, © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Abb.: Hans Purrmann, Kresse-Still-Leben mit Muscheln, 1923/1961, Öl auf Holz, 99 x 121 cm, Gemäldesammlung mpk, Foto: Gunther Balzer © Erbengemeinschaft nach Dr. Robert Purrmann, © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

KUNST(früh)STÜCK
„Hans Purrmann: „Satte und volle Malerei"
Bildbetrachtung und Texte des Künstlers mit Dr. Annette Reich

Hans Purrmann zählt zu den bedeutenden deutschen Malern der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Geboren 1880 in Speyer, studierte er zunächst an der Münchner Akademie, bevor er Mitglied der Berliner Sezession wurde. Von 1905 bis 1914 hielt sich Purrmann in Paris auf. Er verkehrte dort im berühmten Café du Dôme, dem Treffpunkt deutscher Künstler, wurde Schüler und Freund von Henri Matisse sowie Mitbegründer der Pariser deutschen Matisse-Schule. Von 1916 an lebte er in Berlin und in Langenargen am Bodensee, 1935-43 in Florenz. 1944 ließ er sich in Montagnola am Luganer See nieder und blieb dort bis zu seinem Lebensende. Landschaften und Stillleben sowie das 1926 entstandene, thematisch einzigartige „Kircheninterieur in Langenargen" aus dem Museumsbestand geben einen Einblick in das nuancenreiche malerische Werk des Pfälzer Künstlers. Kennzeichnend für seine Malweise sind ein am Fauvismus geschulter leuchtender Kolorismus und eine dekorative, ornamental verstandene Note, die er dem deutschen Spätimpressionismus verlieh. Zeit seines Lebens blieb die Natur Ausgangspunkt des Schaffens von Hans Purrmann. Er selbst betonte, wie wichtig und unverzichtbar diese Inspirationsquelle für ihn sei. Bilder und Texte des Künstlers stehen an diesem Vormittag im Mittelpunkt.

Im Anschluss an den Ausstellungsbesuch lädt ein Frühstücksbuffet die Gäste zum Verweilen und gedanklichen Austausch ein.

Preise: Erwachsene 15 €, Kinder 6 €, Familien (2 Erw. mit 2 Kindern bis 12 J.) 35 € (Preise inkl. Eintritt)

Anmeldemodalitäten:
Eine Anmeldung ist erforderlich bis spätestens Donnerstag, 16.01.2020.
Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter info@mpk.bv-pfalz.de bzw. telefonisch (0631 36 47 -201) verbindlich bestellt werden.

www.bildkunst.de

Vergangene Termine

Sonntag, 24.11.2019, 11 Uhr

Abb.: Judith Röder, Foto: Alicja Kielan, © Judith Röder
Abb.: Judith Röder, Foto: Alicja Kielan, © Judith Röder

KUNST(früh)STÜCK
Kunst und Kulinarisches
„Poetry-Film» Le pas du chat noir« und Vorstellung des Künstlerbuches
»Vulkaneifel« von Judith Röder im Rahmen der Sonderausstellung »Eva Jospin – Wald(t)räume«, im Anschluss Gespräch mit der Künstlerin Judith Röder, der Vorsitzenden des KunstRaums Westpfalz, Kaiserslautern, Birgit Weindl, und Dr. Annette Reich, mpk

Judith Röder wurde 1981 in Daun geboren und wuchs in der Vulkaneifel auf. Ihr Poetry-Film »Le pas du chat noir« von 2018 (9:07 Min.) sowie ihr 2019 entstandenes Künstlerbuch „Vulkaneifel" (250 S.) führen in eine Naturlandschaft, die sich im Wechsel von Bild und geschriebener Sprache vermittelt. Zwischen den schwarzweißen, 16 mm-Filmaufnahmen sind Texttafeln montiert. Das erste Bild, die erste Sequenz: der Sturm, der durch eine Birke weht. Unter der Wucht beugen sich die Äste und Blätter. Der Regen ist spürbar. Oder ist es nur die Erinnerung an ihn?

Die in München ausgebildete Kunstglaserin beschäftigt sich auf sehr subtile Art und Weise mit realen und illusorischen Phänomenen. Judith Röder schafft »Bilder«, die sich in ihrer Uneindeutigkeit zu erkennen geben und sich zugleich entziehen. Es gelingt ihr ,Materialität und Immaterialität, Bewegung und Stillstand in einer eigenen klaren, reduzierten künstlerischen Sprache faszinierend umzusetzen.

Ähnlich wie die Künstlerin Eva Jospin mit ihren Wäldern aus Karton zu einer Gedanken- und Gefühlsreise einlädt, bieten die projizierten Waldsequenzen und andere Landschaftseindrücke im Film von Judith Röder viel Raum für eigene Vorstellungen und erinnerte Erfahrungen.

Eine Kooperationmit dem KunstRaum Westpfalz, Kaiserslautern.

Im Anschluss an Film, Buchvorstellung und Künstlergespräch gibt es ein Frühstücksbuffet. Die Gäste sind zum Verweilen und zum gedanklichen Austausch eingeladen.

Preise:
Erwachsene 15 Euro, Kinder 6 Euro, Familien (2 Erw. mit 2 Kindern bis 12 J.) 35 Euro
(Preiseinkl. Eintritt)

Anmeldemodalitäten: Eine Anmeldung ist erforderlich bis spätestens Donnerstag,14.11.2019. Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter anmeldung@mpk.bv-pfalz.de bzw. telefonisch(0631 36 47 -205) verbindlich bestellt werden.

Sonntag, 29. September 2019, 17 Uhr

Sandra Urba (Klavier), Friedemann Pardall (Violoncello), Mari Kitamoto (Violine), Johannes Pardall (Viola, Moderation), 
Foto und © Barbara Horn
Abb.: Sandra Urba (Klavier), Friedemann Pardall (Violoncello), Mari Kitamoto (Violine), Johannes Pardall (Viola, Moderation), 
Foto und © Barbara Horn

KUNST(spät)STÜCK:
150. Jubiläum
„wald/en", Ein musikalisch-literarischer Waldgang mit Mari Kitamoto (Violine), Johannes Pardall (Viola, Moderation), Friedemann Pardall (Violoncello) und Sandra Urba (Klavier)
im Rahmen der Sonderausstellung „Eva Jospin – Wald(t)räume"

Der Wald ist heimlich. Das Wort gehört zu jenen in unserer Sprache, in denen sich zugleich ihr Gegensatz verbirgt. Das Heimliche ist das Trauliche, das wohlgeborgene Zuhause, der Hort der Sicherheit. Es ist nicht minder das Verborgen-Heimliche und rückt in diesem Sinne an das Unheimliche heran.

Ernst Jüngers Worte sind eine sehr gute Beschreibung dessen, was sich zu der Deutschen ambivalenter Beziehung zu „ihrem" Wald in Musik und Literatur findet: die Konfrontation mit unseren Urängsten einerseits, schützendes Refugium andererseits. Ein Gegensatzpaar bilden auch der vom französischen Staatstheoretiker Montesquieu ausformulierte Gedanke, dass die Freiheit aus den Wäldern Germaniens stamme, und mit ihm auch das Aufrührerische. Auf der anderen Seite sah wiederum Elias Canetti darin das Massensymbol eines Heeres in aller Einförmigkeit, Dichte und Zahl. Nicht umsonst rief ein britischer Kontaktoffizier nach dem Zweiten Weltkrieg „Oh no, that's too much wood!, als ein Hamburger Buchhändler ihm vorgeschlagen hatte, Grimms Märchen in den Kanon der demokratisch unverdächtigen Bücher aufzunehmen.

Wenn also das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (der einzigen Großstadt, die inmitten des größten zusammenhängenden Waldgebiets Deutschlands beheimatet ist) die aus Kartonagen geschnittenen „Wälder" der französischen Künstlerin Eva Jospin ausstellt, liegt es nahe, sich diesem Thema einmal musikalisch-literarisch zu nähern.

Neben Robert Schumanns „Märchenerzählungen" stehen Leoš Janáčeks „Märchen", „Fratres" von Arvo Pärt sowie Arnold Schönbergs „Verklärte Nacht" in der Bearbeitung für Klaviertrio auf dem Programm, literaisch begleitet durch Ausschnitte aus dem „Waldgang" von Ernst Jünger, aus „Masse und Macht" von Elias Canetti und aus Henry David Thoreaus „Walden".

Das KUNST(spät)STÜCK findet im Großen Oberlichtsaal des Museums Pfalzgalerie statt. Nach dem anschließenden Buffet können sich die Gäste noch auf einen nächtlichen „Waldgang" durch Eva Jospins „Wald(t)räume" begeben. Die
Veranstaltung wird unterstützt vom KULTURSOMMER Rheinland-Pfalz.

Preise:

Kombiticket (Konzert und Buffet) 28,50 € (Schüler/Studenten 18,50 €)
Einzelticket (Konzert ohne Buffet) 17 € (Schüler/Studenten 7 €)
Anmeldemodalitäten:
Eine Anmeldung für Konzert und Buffet ist erforderlich bis spätestens Donnerstag, 19.09.2019.
Kombitickets sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter
info@mpk.bv-pfalz.de bzw. telefonisch (0631 36 47 -201) verbindlich bestellt werden.
Einzeltickets ausschließlich für das Konzert, ohne Buffet, können bis zum Konzerttag reserviert oder an der Abendkasse erworben werden.

Wichtiger Hinweis:
Konzert sowie Buffet sind komplett ausverkauft

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